Expertentipps | 28.10.2011

Wolfgang Braunmüller und Stefan Klaus
Personalentscheider können vom Spitzensport lernen. Unter diesem Motto stand das 4. Netzwerktreffen für Personalentscheider in Augsburg.
Mitarbeiter zu führen und auch zu erfolgreichen Leistungen zu motivieren ist nicht leicht. Das Netzwerktreffen am 14. Oktober in der impuls Arena bot Personalern aus der Region eine Plattform für den Austausch. Wie kann man Mitarbeiter mental motivieren? Welche rechtlichen Möglichkeiten bestehen für die Motivation?
Rechtliche Grundlagen
Zwei Vorträge rundeten den Abend den diesen Fragen ab. Dr. Stefan Klaus, Rechtsanwalt für Arbeitsrecht führte die Möglichkeiten der "Motivation durch Benefits" vor. Diese "Leistungsanreize" für Mitarbeiter können verschieden gestaltet werden. Neben Geldwerten Vorteilen wie die Erstattung von Kosten für die Unterbringung der Kinder des Arbeitnehmers, die betriebliche Altersvorsorge oder die Bereitstellung eines PKW`s kann auch eine leistungsgerechte Vergütung anreizend sein. Der Unternehmer kann seine Mitarbeiter hier individuell fördern.
"Flexible Arbeitszeiten berücksichtigen die Lebenszyklen der Arbeitnehmer", so Klaus. Die "work-life balance" muss im richtigen Gleichgewicht sein. Sowohl junge als auch alte Arbeitnehmer werden dadurch angesprochen. Die Grenzen des Arbeitszeitgesetzes müssen dementsprechend eingehalten werden. Verschiedene Formen von Arbeitszeitkonten oder aufgeteilte Teamarbeit sind weitere Modelle. Auch die Option der Heimarbeit ist laut Klaus eine nicht zu verachtende Lösung um Mitarbeiter zu erfolgreicher Leistung zu motivieren.
Lernen vom Spitzensport
Für die mentale Motivation können Personaler vom Spitzensport lernen. Managementtrainer Thomas Baschab referierte eindrucksvoll mit welchen Mitteln man seine Motivation und seinen Willen steigern kann. "Manchmal ist es nur nötig en Rahmen zu verlassen, dann werden Dinge möglich" brachte Baschab auf den Punkt. Häufig werden in Unternehmen Energien verbraten, weil die Mitarbeiter Dinge nicht für möglich halten. Der Satz "Das geht nicht" stoppt die Arbeitsmotivation und schafft unnötige Grenzen. Schwierige Aufgabenstellungen werden häufig als Problem erfasst und behindern die Weiterentwicklung des Mitarbeiters. Weglaufen ist hier die falsche Lösung. Man muss sich den Herausforderungen stellen.
Mit unterhaltsamen Beispielen aus dem Spitzensport zeigte Baschab auf, wie einfach man Ziele fokusieren kann. Visualisierung und Willen sind die Bausteine für die Umsetzung von Zielen. Mit weniger Aufwand können dann bessere Ergebnisse erzielt werden.
Eine Plattform für den Austausch
Wolfgang Braunmüller, der Inhaber der AUGUSTA Personaldienstleistungen, freut sich über den gelungenen Abend. "Es ist uns ein Anliegen für Personalentscheider eine Plattform für Netzwerke zu bieten". Als Ausrichter des Netzwerktreffens, das unter der Firma persolinus GmbH auch noch in Köln und Düsseldorf stattfindet, hat AUGUSTA die Veranstaltung bereits zum 4. Mal in Augsubrg in die Wege geleitet.
"Viele Geschäftsbeziehungen sind bei den vergangenen Treffen enstanden", so Braunmüller.
Kontakte knüpfen
Beim gemütlichen Get-Together im Anschluss an die Vorträge erhielten die Führungskräfte die Möglichkeit zum lockeren Austausch. Es wurden wieder einmal einige neue Netzwerke geschaffen.
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