Thema der Woche: IHK Schwaben Akademie

Neue Kompetenzen für die digitalisierte Wirtschaft

IHK Akademie Schwaben-Geschäftsführer Manfred Lang. Foto: IHK Akademie Schwaben
Mit der Digitalisierung werden menschliche Mitarbeiter nicht überflüssig, sondern rücken vermehrt in die Rolle als Prozesssteuerer. Auf diese neuen Qualifikationsanforderungen reagiert die IHK Akademie Schwaben mit neuen Angeboten.

Bisher arbeiteten Ingenieure, Techniker, Meister und Facharbeiter nacheinander an einem Produkt. Künftig braucht es aber Mitarbeiter, die an der Schnittstelle zwischen Entwicklung und Produktion stehen. Denn Innovationen werden künftig durchgängig gefordert sein. Wenn durch Digitalisierung immer mehr Arbeitsschritte miteinander vernetzt werden, können nicht nur mehr Elemente einzeln und für sich optimiert werden, sondern haben auch Auswirkungen auf den gesamten Prozess. Produkt- und Prozessentwicklung laufen also vermehrt parallel ab. 

In diesen digitalisierten Prozessen kommunizieren Betriebsmittel, Werkstücke, Arbeits- und Lagerplätze in Echtzeit untereinander sowie mit den Produktionsmitarbeitern, die über mobile Kommunikationsgeräte verfügen und softwarebasierte Dienste nutzen. Durch den permanenten Wissens- und Informationsaustausch ergibt sich ein starker Schub für die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit. Nicht zuletzt ermöglichen diese neuen Geschäftsprozesse auch neue Geschäftsmodelle für die Unternehmen, indem sie rund um ihre Produkte zusätzliche und neuartige Dienstleistungen anbieten. Aber auch weitere Nutzeneffekte wie höhere Produktivität, bessere Prozess- und Produktqualität oder höhere Transparenz liegen auf der Hand. Produktionslastige Unternehmen können von dieser Entwicklung profitieren und ihre Wettbewerbsfähigkeit signifikant ausbauen. 

Auch in diesen Zeiten einer immer weiter fortschreitenden Digitalisierung sind es letztlich wir, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die als Fach- und Führungskräfte unternehmerische Chancen rechtzeitig erkennen, in strategische Entscheidungen übersetzen und erfolgreich in der Praxis realisieren. Die Menschen übernehmen mehr und mehr die Funktion von Steuerungsakteuren und greifen weniger in die Abläufe dieser Wertschöpfungsprozesse ein. Sie benötigen daher eine breitere und disziplinübergreifendere Qualifizierung, die dem höheren Integrationsgrad an Echtzeitsensorik, mobilen Kommunikationsgeräten und intelligenter Datenaufbereitung gerecht wird.

Die IHK Akademie Schwaben bietet neue auf Digitalisierung spezialisierte Seminare an, die sich unter anderem mit den Fragen beschäftigen, welche Voraussetzungen für die Einführung von Industrie 4.0 notwendig sind und welche Chancen und Herausforderungen die Entwicklung für produzierende Unternehmen mit sich bringt. Die Seminarreihe schließt die Lücke zwischen der technisch orientierten Diskussion um Industrie 4.0 als Produktionssystem und dem Management der Digitalisierung, bezogen sowohl auf ihre Einführung als auch auf die sich daraus ergebenden Konsequenzen in wesentlichen Bereichen der Unternehmen. Unser Weiterbildungsangebot zu IT-Sicherheit und Datenschutz ist viel umfangreicher geworden und es können arbeitsmarktrelevante Zertifikate erreicht werden. Neue Praxisstudiengänge zum Industrietechniker IHK oder zum Technischen Industriemanager vermitteln umfangreiche Kenntnisse und Fertigkeiten zu digitaler Produktion und den benötigten Managementkompetenzen. Nicht zuletzt verändern sich auch unsere Lernarrangements. Wir bieten vermehrt online-gestützte Praxisstudien mit einem hohen Anteil an Online-Lernen an und kommen damit dem Trend zur Digitalisierung in der Wissensvermittlung nach.

 

Manfred Lang
Geschäftsführer IHK Akademie Schwaben

 

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