Lechwerke AG

Energie mit Zukunft neue Lösungen für die Region

Foto: Lechwerke AG

Wasserkraft ist eine der ältesten erneuerbaren Energiequellen in der Region. Sie steht auch am Anfang der Geschichte der Lechwerke AG (LEW), die 1901 mit der Inbetriebnahme des Wasserkraftwerks in Gersthofen beginnt.

 

Heute betreibt die Bayerische Elektrizitätswerke GmbH (BEW), eine Tochtergesellschaft von LEW, 35 Wasserkraftwerke an Donau, Iller, Günz, Wertach und Lech. Für LEW und BEW steht eine nachhaltige Nutzung der Wasserkraft im Vordergrund. In enger Zusammenarbeit mit den Behörden, den Fischerei- und Naturschutzverbänden erarbeitet BEW Paketlösungen, um klimafreundliche Stromerzeugung und Umweltschutz gut in Einklang zu bringen. Allein an der Wertach investierte BEW in den vergangenen Jahren über sechs Millionen Euro in die Wiederherstellung der ökologischen Durchgängigkeit. Im Sommer 2014 wurden vier Umgehungsbäche an den Wasserkraftwerken in Schwabmünchen, Mittelstetten, Großaitingen und Bobingen offiziell eröffnet. Seither ist der Fluss im Landkreis Augsburg über 22 Kilometer, bis zur Lechmündung, wieder durchgängig für heimische Fischarten wie Äsche, Nase und Huchen.

Mit der Unterzeichnung der Iller-Strategie haben das Bayerische Umweltministerium und LEW einen weiteren Grundstein für eine nachhaltige Wasserkraftnutzung an der Oberen Iller gelegt. Bis 2020 soll ein umfangreiches Programm ökologischer Maßnahmen umgesetzt werden, das den Lebensraum der heimischen Tier- und Pflanzenwelt verbessert. Naturnahe Fischwanderhilfen an den Wasserkraftwerken machen die Iller für Fische und andere Wasserlebewesen wieder durchgängig. Außerdem wird das Geschiebemanagement durch gezielte Uferaufweitungen und Einbringen von Kies verbessert. Begleitet und auf ihre Wirksamkeit hin überprüft werden die Maßnahmen durch ein umfangreiches Monitoring-Programm. Durch diese systematische Erhebung dient die Iller-Strategie als Referenzprojekt für das gesamte bayerische Donau-Einzugsgebiet.

Die Energiezukunft gestalten

Die Zukunft der Energieversorgung gehört den erneuerbaren Energien. Doch damit Strom weiterhin zu jeder Tages- und Nachtzeit zuverlässig und ausreichend bereitsteht, braucht es neue Lösungen in allen Bereichen der Energieversorgung. Hierzu haben die Lechwerke zahlreiche Innovationsprojekte auf den Weg gebracht:

ePlanB bringt die
Energiewende auf die Straße

Elektroautos sind nicht nur leise und umweltfreundlich, sondern können als mobile Speicher auch das Stromnetz stabilisieren. Wie das am besten und ohne Komfortverlust gelingt, untersuchen die Lechwerke zusammen mit dem Landkreis Ostallgäu, der Stadt Buchloe und der Forschungsstelle für Energiewirtschaft im Forschungsprojekt ePlanB: „e“ für Elektromobilität, „B“ für den Versuchsort: das Park&Ride-Gelände in Buchloe. Dort stellen täglich knapp 500 Pendler ihr Fahrzeug ab und fahren mit der Bahn weiter. Einige von ihnen sollen schon bald elektrisch unterwegs sein und das intelligente Ladesystem in der Praxis testen. Hierzu baut LEW am P&R- Buchloe eine Ladeinfrastruktur mit acht Ladesäulen auf und stellt ausgewählten Pendlern 14 Elektroautos für mehrere Monate zur Verfügung. Um das Laden intelligent steuern zu können, geben die Nutzer die Daten zur vorgesehenen Parkdauer und dem aktuellen Batterieladezustand ein. So soll das Auto genau dann geladen werden, wenn viel Strom aus erneuerbaren Energien zur Verfügung steht, und dabei die Netzbelastung im Niederspannungsnetz möglichst gering halten.

Das intelligente
Stromnetz wird Realität

Für die Stromnetze bedeutet die steigende Einspeisung aus erneuerbaren Energien eine besondere Herausforderung. Hier sind neue Konzepte und Technologien gefragt. Mit dem Pilotprojekt „Smart Operator“ in der Siedlung Wertachau in Schwabmünchen erproben die Lechwerke das Stromnetz der Zukunft. Hierzu wurden die über 110 teilnehmenden Haushalte mit modernen Stromzählern ausgestattet. Sie messen Spannung und Verbrauch und übertragen die Werte über ein eigens für das Projekt verlegtes Glasfasernetz. Nach zweijähriger Vorbereitungszeit ging im Sommer 2014 der „Smart Operator“, das Gehirn des Systems, in Betrieb. Mit allen Elementen verbunden, steuert er intelligente Geräte in den Haushalten sowie zentrale Komponenten im Ortsnetz. Und: Der Smart Operator richtet ihren Verbrauch so weit wie möglich auf die Stromerzeugung durch die mehr als 20 im Ort vorhandenen Fotovoltaikanlagen aus. Das Projekt hat sich in Deutschland zu einem Leitprojekt für intelligente Verteilnetze entwickelt. 2013 wurde es mit dem KUMAS-Umweltpreis ausgezeichnet.

Stromnachfrage auf Abruf

Das Stromnetz stabilisieren: So lautet das Ziel, das LEW und die SGL Group in einem gemeinsamen Projekt des Forschungsverbunds ForEnergy verfolgen. Für die Herstellung von Verbindungsteilen für Graphitelektroden muss das SGL-Werk in Meitingen Lichtbogenöfen bis zu 3.000 Grad aufheizen – ein besonders stromintensiver Vorgang, der sich jedoch in bestimmte Zeitfenster verschieben lässt. Nämlich dann, wenn viel Strom aus erneuerbaren Quellen bereitsteht. Diese Stromnachfrage auf Abruf vermarkten die Lechwerke als Dienstleistung für die SGL Group. Jeden Tag stellt LEW die verfügbare Flexibilität auf einer Auktionsplattform ein. Als so genannte Minutenreserve dient sie dazu, ein mögliches Überangebot an Strom in den Netzen ausgleichen zu können. Die Bereitstellung und den flexiblen Einsatz der Kapazitäten vergüten die nationalen Stromübertragungsnetzbetreiber den Anbietern. Bereits seit 2007 beteiligt sich LEW an Auktionen für die so genannte Regelenergie. Ihr Reservepool umfasst dabei sowohl flexible Kapazitäten der Stromnachfrage als auch der Stromlieferung. Mit der SGL Group haben die Lechwerke diese Dienstleistung nun auch auf Industrieprozesse ausgeweitet. 

Kontakt:

Lechwerke AG
Schaezlerstraße 3
86150 Augsburg
Tel.: 0800 539539-1
Fax: 0800 539539-6
kontakt(at)lew.de
www.lew.de
 

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