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Kapazitätsengpässe in der Luftfracht

Symbolbild. Foto: Deutsche Bahn AG / Ralf Braum
Insbesondere in Richtung Asien und USA führt die angespannte Kapazitätssituation in der Seefracht dazu, dass Seefrachtvolumina zunehmend in Luftfracht gewandelt und abgeflogen werden müssen.

Damit schlagen sich die massiven Kapazitätsengpässe der Seefracht auch auf die Luftfracht nieder und können nur sehr bedingt aufgefangen werden.

Nicht nur das Kostengefüge im Luftfrachtmarkt gerät durch diese Entwicklung signifikant durcheinander. Zudem zeigt sich, dass der kommerziell zur Verfügung stehende Frachtraum auf einigen Relationen nicht mehr ausreicht, um die Fracht im Markt qualitativ angemessen zu bedienen. Davon sind wiederum insbesondere Ziele in China und USA betroffen.

Vor diesem Hintergrund haben wir bereits Maßnahmen ergriffen, um weitere Kapazitäten für Sie zu sichern. Wir arbeiten aktuell intensiv daran, den kommerziell verfügbaren Frachtraum durch eigene Flight Operations passgenau zu erweitern. Obgleich dies auch für uns wesentlich kostenintensiver ist, möchten wir Ihnen so die qualitativ hochwertigen Lösungen anbieten, die Sie zu Recht von uns erwarten dürfen.

Über die aktuell notwendigen Aufschläge, welche mit diesen separaten Kapazitätsvereinbarungen verbunden sind, informieren Sie die Ihnen bekannten Ansprechpartner gerne.

Fuel Surcharge auf Exporte aus Hong Kong

Neben dieser Kapazitätsthematik müssen wir Sie leider auch darüber in Kenntnis setzen, dass das Civil Aviation Department (CAD) Hong Kong speziell für Exporte aus Hong Kong Fluggesellschaften die zeitlich begrenzte Wiedereinführung einer Fuel Surcharge gestattet hat.

Ab Inkrafttreten zum Flugplanwechsel am 1. April 2017 wird die Berechnung des zulässigen Treibstoffzuschlags an die Entwicklung des Ölpreises (Sorte Brent) gekoppelt. Der den Airlines maximal zugestandene Aufschlag wird dabei in Abhängigkeit vom durchschnittlichen Tages-Ölpreis des Vorvormonats gestellt. Für April ist folglich der Durchschnittswert im Februar 2017 relevant (54.87 USD/Barrel).

Das CAD Hong Kong stellt es Airlines dabei frei, zu Gunsten ihrer Kunden von diesem Maximum abzuweichen oder ganz auf die Erhebung des Zuschlags zu verzichten. Weiterführende Informationen zu dieser Thematik finden Sie hier auf der Seite des CAD Hong Kong.

Die neuerliche Erhebung eines Treibstoffzuschlags in Hong Kong beschreibt aus unserer Sicht beispielhaft die aktuellen Entwicklungen im globalen Luftfrachtmarkt. Vergleichbare Bestrebungen zur Wiedereinführung von Fuel- oder ähnlichen Zuschlägen müssen wir außerdem bei weiteren Airlines, wie z.B. Etihad, verzeichnen.

Wir möchten ausdrücklich darauf hinweisen, dass wir diese Vorgehensweise ablehnen und dies gegenüber unseren Partner-Airlines auch zum Ausdruck bringen werden. Nichtsdestotrotz sehen wir uns gezwungen, etwaige Aufschläge und Ratenanpassungen der Fluggesellschaften weiter zu belasten und hoffen hier auf Ihr Verständnis. Über Airlines, die dem Beispiel von Cathay Pacific und Lufthansa folgen, werden wir Sie natürlich rechtzeitig informieren.

Bitte zögern Sie bei Rückfragen nicht, Ihren bekannten Ansprechpartner bei DB Schenker zu kontaktieren.

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