101 Köpfe, Folge 107

Wolfgang Hehl: Auf den Spuren von da Vinci und Düsentrieb

Wolfgang Hehl, Geschäftsführer Augsburg Innovationspark. Foto: Augsburg Innovationspark
Wolfgang Hehl ist seit rund zweieinhalb Jahren Geschäftsführer des Augsburg Innovationspark. Im 101 Köpfe-Interview verrät er, mit wem er gerne einmal zu Abend essen würde, welche seiner „Fliegen“ er am liebsten trägt und von welcher fiktiven Erfindung er sich wünscht, dass sie wahr wäre.

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Name: Wolfgang Hehl

Alter: 57, verheiratet, zwei Kinder

Position: Geschäftsführer

Interessen: Reisen, Musizieren

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B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Herr Hehl, was macht Ihnen an Ihrer Arbeit am meisten Spaß?

Wolfgang Hehl: Das gute Gefühl, bei einem großen, sinnvollen Zukunftsprojekt mitmachen zu dürfen und der Kontakt zu vielen interessanten Menschen.

Im April 2016 wurde das Technologiezentrum Augsburg eröffnet. Was sind aus Ihrer Sicht die größten Meilensteine?

Wir haben das Technologiezentrum Augsburg seitdem als erfolgreiche Plattform für Technologiethemen etabliert. Fast 8.000 Gäste waren schon im Haus und haben dabei an vielen inspirierenden Veranstaltungen teilgenommen.

36 hochwertige Nutzer mit 300 Mitarbeitern haben sich im Technologiezentrum angesiedelt. Alle fühlen sich wohl und arbeiten gut zusammen. Und am wichtigsten: Die ersten bedeutenden Zukunftsprojekte sind gestartet, bei denen viele Bausteine des Innovationsparks synergetisch zusammenwirken. Das ist der Silicon Valley-Effekt, den wir uns für das Technologiezentrum wünschen.

Auf welches Projekt, das im Augsburg Innovationspark angesiedelt werden soll, freuen Sie sich am meisten?

Vor allem auf die Entwicklungsprojekte, in denen für wichtige deutsche Leitindustrien zukunftssichernde Problemlösungen entwickelt werden. Ein gutes Beispiel sind hier die Carbon-Leichtbauteile für Elektrofahrzeuge.

Bei all den hochtechnischen Themen, die Sie tagtäglich umgeben: Wie macht man diese am besten für die Allgemeinheit greifbar?

Viele Themen sind wirklich sehr kompliziert. Doch der Gedanke hinter diesen Technologien ist, die Welt zu verbessern – auch für die Menschen. Diese Ziele sollte man so beschreiben, dass sie eingängig sind. Hier kann man gut mit Beispielen arbeiten: Stellen Sie sich zum Beispiel vor, dass alle Autos in einer Stadt leise und emissionsfrei wären…

Wer innovativ sein möchte, muss auch kreativ sein können. Was inspiriert Sie persönlich dazu, „über den Tellerrand hinauszublicken“?

In die Lebenswelt anderer Menschen einzutauchen. Gerade auf Reisen lerne ich viel. Ich lese auch häufig und beschäftigte mich gerne auch einmal mit Themen, die weniger ökonomisch ausgerichtet sind wie Kunst und Musik.

Wie verbringen Sie einen freien Tag am liebsten?

Auf einer langen Bergtour mit meiner Familie.

Ganz spontan, wenn Sie sich entscheiden müssten: Smart Home oder Berghütte?

Berghütte mit Internetanschluss und Photovoltaikanlage, geht das auch?

Von welcher fiktiven Erfindung wünschten Sie sich, es gäbe sie wirklich?

Das wäre eine Handyapp, die den Benutzer klug, nachhaltig und liebenswert macht.

Mit welchem Erfinder würden Sie gerne einmal zu Abend essen?

Leonardo da Vinci. Ich kann ein bisschen italienisch… Oder lieber Daniel Düsentrieb.

Welche drei Innovationen der letzen Jahre würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen?

Einen Trinkwasserfilter mit Keramik-Dauerfilter, eine geschlossenzellige Neoprenmatratze, Pfeil und Bogen aus Carbonfasern zwecks Nahrungsbeschaffung – die Vegetarier mögen verzeihen… und das Internet. Verflixt, das waren jetzt vier.

Die „Fliege“ ist so etwas wie Ihr Markenzeichen. Welche tragen Sie am liebsten?

Die, bei denen nicht immer der Verschlusshaken aufgeht. Da fehlen noch gewaltige technologische Innovationen.

Ganz spontan in 30 Sekunden: Drei tolle Persönlichkeiten aus Bayerisch-Schwaben?

Prof. Manfred Hirt, einer der Gründerväter des Innovationsparks. Längst im Ruhestand, setzt er sich mit enormer Energie und Motivation für unsere Wirtschaftsförderung ein.

Günter Brandmiller, der in seinen erfolgreichen Unternehmen vorbildlich eine soziale, ökologische und nachhaltige Ausrichtung realisiert.

Prof. Armin Reller, einer der hochkarätigsten Ressourceneffizienz-Experten, der trotz schwerer gesundheitlicher Probleme eindrucksvoll forscht und Studenten begeistert.

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