Folge 89: Werner Ziegelmeier

101 Köpfe: Neue Ideen für ein mobiles Schwaben

Werner Ziegelmeier ist Omnibusunternehmer in dritter Generation. Foto: Privat
Werner Ziegelmeier ist Omnibusunternehmer in dritter Generation. Im B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN 101 Köpfe-Interview verrät er, welcher unter all seinen Bussen sein persönlicher Liebling ist was für Verbesserungen er sich für die Mobilität in Bayerisch-Schwaben wünscht.

Name: Werner Ziegelmeier

Alter: 47

Position: Busunternehmer

Hobbies: Skifahren, Wandern, Rodeln


B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Herr Ziegelmeier, Ihre Familie ist bereits seit vielen Generationen im Großraum Augsburg Zuhause. Können Sie uns kurz etwas darüber erzählen, wie alles begann?

Werner Ziegelmeier: Mein Großvater Karl Ziegelmeier gründete Anfang der 50er Jahre des vorigen Jahrhunderts ein Busunternehmen in Fischach/Willmatshofen. Mein Vater wiederum machte sich dann 1968 in Bobingen/Straßberg selbstständig. Daraus ist das heutige Unternehmen gewachsen. In dritter Generation betreiben wir Omnibusverkehr in ganz Schwaben.

Tatsächlich sind im Großraum Augsburg verschiedene Ziegelmeiers in der Branche tätig. Ist das reiner Zufall oder besteht hier eine Verwandtschaft?

Alle Söhne von Karl Ziegelmeier machten den Omnibusführerschein. Während mein Vater nach Bobingen/Straßberg ging, blieb der andere Teil der Familie in Willmatshofen. In Fischach wurde dann auch ein Reisebüro unter dem Namen Flair Reisen gegründet.

Was bedeutet mobil sein für Sie – als Unternehmer, aber auch persönlich?

Ganz einfach: The Key to Mobility is the Key to Success.

Sie engagieren sich auch ehrenamtlich, beispielsweise im Ausschuss für Verkehr und Logistik der IHK Schwaben und im Vorstand der vbw Schwaben. Warum?

Ehrenamt spielt in unserer Gesellschaft eine große Rolle. Die Bereiche wie Rettung, Feuerwehr und viele andere mehr sind hier nur Beispiele. Es ist gut, dass das Ehrenamt bei uns noch einen so hohen Stellenwert hat.

Ihre Flotte umfasst zahlreiche verschiedene Busse, vom klassischen Oldtimer bis hin zum modernsten Doppeldecker. Welches Ihrer Fahrzeuge ist Ihr persönlicher Liebling?

Ein Mercedes O 303 – mein erster Bus, den ich selber bestellte. Das war im November 1988.

Im Zuge der Energiewende setzt die Politik auf Elektroautos. Wann werden Sie den ersten Elektrobus in Ihre Fahrzeugflotte aufnehmen?

Das Thema Elektromobilität spielt natürlich auch für uns eine große Rolle. In einem Busunternehmen, an dem ich beteiligt bin, startet gerade so ein Modell.

Wenige Themen werden so leidenschaftlich diskutiert wie Infrastruktur und Verkehr. Was sagen Sie dazu?

Ohne abgestimmte Mobilität und ohne ordentliche Infrastruktur hat eine Region wenige Chancen. Sie sind der Grundstein für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung.

Speziell für Bayerisch-Schwaben: Wo sehen Sie noch Verbesserungsmöglichkeiten im Bereich der Mobilität?

Eine noch größere Abstimmung von Bus und Bahn wäre wichtig. Das bedeutet zum Beispiel: Eine in ganz Schwaben gültige länder- und tarifübergreifende Fahrkarte für Bus und Bahn. Ein Schwabenbund Ticket würde der Region wirklich helfen.

Wie sind Sie selber am liebsten unterwegs?

Auf vier Rädern nach Berwang in Tirol oder im Nahbereich in die Stauden. Aber auch gerne auf zwei Rädern mit dem Fahrrad.

Sie haben bereits zahlreiche Stars und hochrangige Politiker – unter anderem Bundeskanzlerin Angela Merkel – befördert. Wer fehlt noch auf Ihrer Liste?

Wir befördern alle Fahrgäste – egal ob Promi oder Nicht-Promi – sehr gerne! „Omni“ ist lateinisch und bedeutet „alle“. Unser Omnibus-Unternehmen versteht seinen Auftrag in diesem Sinne.

Ganz spontan in 15 Sekunden: Drei tolle Persönlichkeiten aus Bayerisch-Schwaben?

Den Politiker Alfred Sauter, den Musiker Andreas Bourani und den Skirennfahrer Stefan Luitz.

Was mögen Sie an Ihrem Beruf am liebsten?

Es wird nie langweilig!

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