Digitale Werbung in der Stadt

Ulm vergibt Rechte für Außen-Werbung neu

Symbolbild von City-Light-Poster-Vitrinen der Ströer Gruppe. Foto: Ströer Gruppe
Alle Werbeträger wie Plakatwände und Säulen, die die Wall GmbH bisher in Ulm unterhält, werden durch neue Werbeträger der DSM Deutsche Städte Medien GmbH ersetzt. Schon im ersten Quartal 2018 soll die Umstellung erfolgen.

Die Stadtverwaltung hat der DSM am 13. Juni 2017 die entsprechenden Rechte erteilt, nachdem sie die Nutzung des Werberechts europaweit ausgeschrieben hatte. „Erstmals werden digitale Werbemedien in Ulm aufgestellt werden“, sagt Oberbürgermeister Gunter Czisch. Der Wechsel wird zwar kleine Baustellen mit sich bringen, diese werden jedoch nur kurzfristig sein, wie die Stadt Ulm erklärt.

DSM reicht wirtschaftlichstes Angebot ein

Der aktuelle Vertrag mit der Wall GmbH (ehemals Wall AG) besteht seit 1998 und läuft zum Ende dieses Jahres aus. Deswegen war es notwendig geworden, die Nutzungsrechte zur Außenwerbung auf den öffentlichen Flächen der Stadt neu auszuschreiben. Es wurden von mehreren Unternehmen Angebote eingereicht und mit diesen Verhandlungen geführt. Letztendlich gab die DSM das wirtschaftlichste Angebot ab.

Ulm erhält für Werbeflächen-Entgelt von der DSM

Der neue Vertrag beginnt dann zum 1. Januar 2018 und läuft bis 2031. Die DSM erhält hierin das Recht, jeweils bis zu 90 Säulen, 25 Großflächen, 213 City-Light-Poster-Vitrinen und 16 sogenannte Monofußanlagen im Stadtgebiet aufzustellen. Diese werden werblich, teils auch digital, genutzt. Im Gegenzug erhält die Stadt jährlich ein Entgelt sowie zusätzliche Leistungen, insbesondere zur Reinigung der Fahrgastunterstände. Außerdem werden der „Kulturring“ und die „Kultursäulen“ von der DSM fortgeführt werden. Diese dienen an ausgewählten Standorten Kulturschaffenden als Werbemöglichkeit und dämmen Wildplakatierung ein.

Ulm übernimmt Fahrgastunterstände und Toilettenanlagen

Im Altvertrag mit Wall war geregelt, dass die Fahrgastunterstände in das Eigentum der Stadt übergehen. Ulm wird nunmehr alle Fahrgastunterstände zum 1. Januar 2018 von Wall übernehmen. Die Reinigung erfolgt weiterhin über den Vertragspartner, die Instandhaltung und Ersatzbeschaffung obliegt künftig der Stadt. Ebenfalls werden zu Vertragsende drei von Wall betriebene City-Toilettenanlagen abgebaut. Eine Anlage musste bereits durch die Baumaßnahmen am Bahnhof im Frühjahr 2017 weichen. Durch ein gesamtstädtisches Toilettenkonzept, welches die Stadtverwaltung derzeit entwickelt, soll geklärt werden, ob und in welcher Form für die Anlagen Ersatz geschaffen wird.

DSM bereits früher in Ulm tätig

Die DSM gehört zum Konzern Ströer SE & Co. KGaA mit Sitz in Köln. Der Ströer-Konzern ist ein börsennotiertes und international agierendes Unternehmen im Bereich Außenwerbung und Stadtmöblierung. Die Anlagen in Ulm werden durch die Niederlassung in Stuttgart betreut werden. Die DSM war schon einmal in Ulm vertreten, damals noch als DSR Deutsche Städte-Reklame GmbH. Ab 1974 vermarktete sie Werbeflächen in Ulm. Die blauen Wartehallen stehen noch heute an einem Großteil der Ulmer Haltestellen.

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