Intelligente Energie-Versorgung

Smartgrid: Neue Projekte von Stadtwerke und Hochschule Ulm

Vorne: Prof. Volker Reuter, Rektor der Hochschule, und Klaus Eder, Geschäftsführer der Stadtwerke Ulm. Foto: Hochschule Ulm
Mit gleich drei Projekten vertiefen die Hochschule Ulm und die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm (SWU) ihre Zusammenarbeit im Themengebiet Smartgrids. Im Rahmen der Kooperation erhält die Hochschule Fördermittel in Höhe von 1,74 Millionen Euro vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi).

„Die Hochschule Ulm ist ein wichtiger Partner, der uns mit anwendungsorientierter Forschung dabei unterstützt, eine zunehmend intelligente und nachhaltige Energieversorgung in der Region zu etablieren. Dass wir unseren Kunden dabei maximale Datensicherheit bieten können, halte ich für enorm wichtig“, zeigt sich Klaus Eder, Geschäftsführer der SWU, erfreut über die vertiefte Partnerschaft.

Energie-Systeme klimafreundlicher und effizienter gestalten

Forschung an der Hochschule Ulm hat den Anspruch anwendungsrelevant zu sein. Sie wird in unterschiedlichen Gebieten betrieben, um Herausforderungen von Morgen praxisnah zu analysieren. So verfolgt die Hochschule das Ziel, ein Energie-System mit hohen Anteilen erneuerbarer Energie für eine klimafreundliche, effiziente und sichere Energie-Versorgung zu entwickeln. Die SWU sind dabei assoziierter Partner.

SWU und Hochschule berücksichtigen neueste Datenschutz-Bestimmungen

Um die Stadtwerke in ihren Herausforderungen rund um die Digitalisierung der Energie mit anwendungsorientierter Forschung zu unterstützen, analysiert die Hochschule Ulm reale Daten der Ulmer Stromnetze. Die Daten werden entsprechend anonymisiert und gemäß den Anforderungen des Bundes-Datenschutzgesetzes verarbeitet. Um den hochsensiblen Daten gerecht zu werden, wurde die bestehende Kooperations-Vereinbarung um neueste Datenschutz-Bestimmungen ergänzt.

Chancen und Herausforderungen durch Quartierspeicher

SWU und Hochschule Ulm arbeiten gemeinsam an der Nutzung von Speichern für Bürger im Rahmen des Quartierspeicher-Projekts. Das Projekt wurde vom Ulmer Initiativkreis nachhaltige Wirtschaftsentwicklung e.V. und der Solarstiftung Ulm genehmigt. Gemeinsam werden hier mit intensiver Bürgerbeteiligung neue Produkte entwickelt und im Netz der Stadtwerke erprobt. Mit dem Projekt sollen die Chancen und Herausforderungen der Integration von Speichern für die Energiewende in Ulm untersucht werden. Mit Projekt soll die Frage beantwortet werden, wie Quartierspeicher die Energiewende in Ulm unterstützen.

Insgesamt soll ein Großteil des Energiebedarfs durch die eigene Solarstromanlage gedeckt werden. Um diese zu speichern, sind Batteriespeicher eine Lösung. Fast die Hälfte aller neuen Solarstromanlagen wird mit solchen Batterie- oder Heimspeichern installiert. Allerdings sind diese relativ teuer und können kaum an veränderte Bedürfnisse angepasst werden. Quartierspeicher hingegen, also Speicher, die von einer Vielzahl von Prosumern der Nachbarschaft genutzt werden, gelten im Vergleich als vorteilhafter.

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