Ingenics AG zur „Arbeitsorganisation 4.0“

Prof. Herkommer: „Die IT muss ein ganz anderes Gewicht bekommen“

Prof. Oliver Herkommer, CEO Ingenics AG. Foto: Ingenics AG
Andreas Hoberg, Vertriebsvorstand Ingenics. Foto: Ingenics AG
Dr. Jens Nitsche, Dr. Jens Nitsche, Partner und Leiter R&D Ingenics. Foto: Ingenics AG
Stichwort digitaler Wandel: Wo werden noch immer Potentiale verschenkt? Wie können diese erschlossen werden? Welche Digitalisierungs-Strategien machen Sinn? Diesen Fragen stellt sich die Ingenics AG aus Ulm.

Dass der digitale Wandel den Mittelstand zunehmend verändert, gilt inzwischen als Konsens. Völlig unterschiedlich ist hingegen die Geschwindigkeit, mit der sich dieser Wandel vollzielt. Was aber ist – dort, wo es erkennbar schnell vorangeht – die treibende Kraft? Und warum wird da, wo es eben nicht vorangeht, gebremst? Das Jahresthema 2017 der Ingencis AG „Arbeitsorganisation 4.0 – Digitalisierung als Wertschöpfungspotenzial“ will auf diese Fragen Antworten finden.

„Technologie nicht allein im Vordergrund“

Gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO veröffentlichte Ingenics bisher zwei Studien zum Thema „Industrie 4.0 und Arbeitsorganisation.“ „Für uns ist eindeutig, dass die Technologie nicht allein im Vordergrund stehen darf, sondern immer die Auswirkungen auf das Wertschöpfungs-System und damit auch die Auswirkungen auf den Menschen und die Organisation berücksichtigt werden müssen“, so Dr. Jens Nitsche, Partner und Leiter R&D bei Ingenics. „Selbstverständlich wird das Thema Industrie 4.0 durch neue technologische Möglichkeiten getrieben, aber wie bei jeder Weiterentwicklung eines Wertschöpfungs-Systems muss ich die Prozesse, die Arbeits-Strukturen, die organisatorischen Rahmenbedingungen anpassen und den Menschen mitnehmen, um die Technologie wirksam zu machen.“

Neues Rollenverständnis der IT

„Neben der technologischen Perspektive ist es von elementarer Bedeutung, Unternehmen als ganzheitliche, komplexe Organisation zu verstehen und sie systematisch auf dem Weg zur Digitalisierung zu begleiten. Nur so lassen sich die prognostizierten Potenziale auch nachhaltig realisieren", sagt CEO Prof. Oliver Herkommer. Ein wesentlicher Aspekt für die Erfolgsaussichten der Digitalisierung sei „das Rollenverständnis der IT“. „Die IT muss sich weg entwickeln vom reinen Technologie-Dienstleister im Unternehmen, hin zu einer treibenden Kraft als Unternehmer im Unternehmen, weil durch die Digitalisierung neue Geschäftsmodelle und die Optimierung von Geschäftsprozessen in einem neuen Maß möglich sind. Es wird nicht nur ein neues Qualifizierungs-Portfolio benötigt; die IT muss ein ganz anderes Gewicht bekommen“, so Prof. Herkommer weiter.

Arbeitsorganisation 4.0: Die IT sitzt mit am Tisch

„Bisher reden wir, wenn wir über die Digitalisierung eines Unternehmens sprechen, mit der Geschäftsführung und der Produktionsleitung, die IT und das Personalwesen sitzen meistens gar nicht mit am Tisch“, sagt auch Vertriebsvorstand Andreas Hoberg. „Unsere neue Idee von Arbeitsorganisation sieht aber ein ganz anderes Rollenverständnis für IT und Personalwesen vor. Denn Digitalisierung macht weder an Abteilungsgrenzen oder Abläufen noch an der Qualifikation der Mitarbeiter und an liebgewonnen Gewohnheiten der Zusammenarbeit halt. Erst die Verzahnung aller Perspektiven stellt sicher, dass Vorteile auch in zählbare Renditen umgemünzt werden.“ Deswegen gilt: Die Digitalisierung ist Chefsache. Die Ingenics ManagementConsulting wendet sich in erster Linie an die Unternehmensführung. „Unser Anspruch ist es, auf höchstem Niveau die Wirksamkeit von Strategie und Umsetzung für Unternehmen sicherzustellen“, so Prof. Herkommer.

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