Rund 1.000 freie Ausbildungsplätze

Fachkräftesicherung: HWK Ulm will Betriebe unterstützen

Nuray Glock (links) und Katharina Wischenbarth (rechts) betreuen das Projekt Passgenaue Besetzung. Foto: Handwerkskammer Ulm
In wenigen Wochen ist es wieder soweit: Junge Nachwuchsfachkräfte starten ihre Ausbildungen. So auch im Kammergebiet der Handwerkskammer Ulm. Aktuell sind dort noch rund 1.000 Lehrstellen unbesetzt, doch die Handwerkskammer will Abhilfe schaffen.

Die Handwerksbetriebe sind auch weiterhin offen für Bewerbungen. Denn über die eigene Ausbildung wollen sie ihren Fachkräftebedarf decken. Damit stärken sie die regionale Wirtschaftskraft und schaffen eine Zukunft für junge Menschen in handwerklichen Berufen.

„Mit einer Ausbildung als Fundament stehen alle Türen offen“

„Jeder junge Mensch, der sich für eine Ausbildung im Handwerk entscheidet, entscheidet sich für eine glänzende, berufliche Perspektive. Mit einer Ausbildung als Fundament stehen alle Türen offen – bis hin zum Studium“, unterstreicht Dr. Tobias Mehlich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Ulm. Auf dem Obstwiesenfestival wird die Handwerkskammer Ulm über die Chancen, die eine Ausbildung bietet informieren und lädt ein zum handwerklichen Ausprobieren und Basteln. Am 17. August berichten junge Ausbildungsbotschafter von ihrer Arbeit in den Handwerksbetrieben.

„Über Ausbildungsbotschafter, Bildungspartnerschaften, Hochschulkooperationen oder passgenaue Beratungen von Betrieben und Azubis unterstützen wir unsere Handwerksbetriebe bei der Nachwuchssuche. Unser Ziel ist es, die passenden  jungen Menschen und Betriebe zusammenzubringen. So können beide Seiten profitieren und Handwerk macht Spaß“, erklärt der Hauptgeschäftsführer weiter.

80 erfolgreiche Vermittlungen im letzten Jahr

In diesem Zuge unterhält die HWK Ulm das Projekt der Passgenauen Besetzung. In diesem Rahmen unterstützen die Projektmitarbeiter Jugendliche, die eine Lehrstelle im Handwerk suchen, sowie Betriebe, die noch freie Ausbildungsplätze vergeben können. Katharina Wischenbarth und Nuray Glock betreuen das Gebiet der Handwerkskammer Ulm. Seit rund vier Jahren hält die Ulmer Handwerkskammer dieses Angebot für Betriebe und Azubis bereit. 80 erfolgreiche Vermittlungen gab es im vergangenen Jahr.

Ansprechpartner für Betriebe und Bewerber

„Wir machen uns aktiv auf die Suche, beraten die Jugendlichen gezielt und finden heraus, was der Betrieb nachfragt“, erzählt Katharina Wischenbarth, die seit 2015 das Projekt in der der Handwerkskammer Ulm betreut. Das besondere dabei ist, dass die Jugendlichen nicht nur bei der Suche nach einem passenden Ausbildungsplatz unterstützt werden, sondern bereits im ersten Schritt, wenn Bewerbungen geschrieben werden, Hilfe bekommen.

Genauso sind Glock und Wischenbarth Ansprechpartner für die Betriebe. Ist ein Betrieb auf der Suche nach einem Lehrling, werden ein Anforderungsprofil erstellt und die Suche gestartet. „Wir sprechen direkt mit den suchenden Jugendlichen und machen sie auf freie Ausbildungsstellen bei den Betrieben aufmerksam“, berichtet Nuray Glock. Dabei sei auch ein gutes Netzwerk zu den Schulen in der Region wichtig, denn oft entstehe durch ein Gespräch mit den Schulen eine passende Vermittlung.

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