Hochschule für angewandte Wissenschaften Neu-Ulm

Bayerns Hochschulen für mehr gesellschaftliches Engagement

Netzwerktreffen zum Dialogforum. Foto: HNU

Die Verbindung von gesellschaftlichem Engagement und wissenschaftlich fundierter Lehre gilt als eines der neuen Ziele der Universitäten und Hochschulen. Diese streben eine bessere und stärkere Vernetzung mit der Zivilgesellschaft an. Im Rahmen des Förderprogramms „Campus und Gemeinwesen“ gründeten zehn bayerische Hochschulen das Dialogforum „Zivilgesellschaftlicher Transfer und bürgerschaftliches Engagement“. Einer der Mitglieder des Forums ist die Hochschule Neu-Ulm.

von Iris Zeilnhofer, Online-Redaktion

Die Universitäten und Hochschulen streben eine verbesserte Vernetzung mit der Zivilgesellschaft an. Mit der Frage, wie sich gesellschaftliches Engagement und wissenschaftlich fundierte Lehren miteinander verbinden lassen, beschäftigt sich nun das Förderprogramm „Campus und Gemeinwesen.

Die Vertragspartner des Dialogforums

Zehn der bayerischen Hochschulen und Universitäten bildeten das Dialogforum „Zivilgesellschaftlicher Transfer und bürgerliches Engagement“. Zu diesen zehn zählen die Hochschule Augsburg, Hochschule Coburg, Hochschule Neu-Ulm, Hochschule München,  Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, Munich Business School, Technische Hochschule Amberg-Weiden, Technische Hochschule Nürnberg, Universität Augsburg, und die Universität Regensburg. Das Verbundprojekt wird vom Stifterverband für deutsche Wissenschaft mit 40.000 Euro gefördert.

Kommunikation zwischen Hochschulen und Gesellschafft muss besser werden

Bereits rund 15 Prozent der deutschen Hochschulen und Universitäten beschäftigen sich mit dieser Thematik. Allerdings geht der Informationsaustausch zwischen zivilgesellschaftlichen Organisationen und Hochschulen nur schlappend voran. Dies zu ändern, ist das Ziel des bayerischen Verbundes. Das Dialogforum soll dabei als Initiator dienen und neue Aktivitäten anstoßen um das gesellschaftliche Engagement voranzutreiben.

HNU möchte stärker an der Verknüpfung mit Gesellschaft und Organisationen arbeiten

Der Hochschule Neu-Ulm (HNU) wird seit Jahren Ehrenamt großgeschrieben. „Das sehen wir jedes Jahr wieder bei der Vergabe der zahlreichen Deutschlandstipendien oder bei den gut besuchten Wahlfächern, wie das „Service Learning“, das gesellschaftliches Engagement und wissenschaftliches Wissen verbindet. Jetzt muss nur noch ehrenamtliches Engagement an den Hochschulen stärker mit der Gesellschaft und den Organisationen verbunden werden, damit der Beitrag, der geleistet wird, auch stärker sicht- und spürbar wird“, so Prof. Dr. Julia Kormann, Vizepräsidentin der HNU. Die Hochschule unterstützt gesellschaftliches Engagement durch viele Initiativen. Die HNU gründete hierfür sogar ein Zentrum für interdisziplinäres, internationales  und engagiertes Lernen (ZiieL)

Aktuelle Themen werden an der HNU durch Wahlpflichtfächer aufgegriffen

Die Studenten der HNU beschäftigen sich momentan mit dem Thema „Flüchtlingshilfe“, welches das Lerninstitut als eigenständiges Wahlpflichtfach anbietet. In diesem überlegen sich die Teilnehmer Möglichkeiten und Maßnahmen, wie Flüchtlingen der Neustart in Deutschland erleichtert werden kann. Passend dazu gibt es auch das Wahlpflichtfach „Integrationsmentoring“. Studierende mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen teilen hier ihre Erfahrungen mit anderen Immigranten.

Studenten Initiativen für Berufs-Coaching

Darüber hinaus gibt es zahlreiche studentische Initiativen: die Studierenden engagieren sich bei der Studierendenvertretung, im „Lions Campus Club der HNU“, der studentischen Unternehmensberatung „pnote consult e.V.“, bei „Kamaruta e. V. – Afrika-Hilfe vor Ort“, bei der Hilfsorganisation „Ingenieure ohne Grenzen e.V. – Regionalgruppe Ulm/Neu-Ulm“ oder bei „ROCK YOUR LIFE!“, wo sie als Coaches Schüler auf dem Weg in den Beruf begleiten. 

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