Erfolgreicher Abschluss

603 neue Meister bei der Handwerkskammer Ulm

Auf der Meisterfeier der Handwerkskammer Ulm. Foto: Bildwerk89
Mit insgesamt 1.500 Gästen feierten die frischgebackenen Meister in Schwäbisch Gmünd ihren Meistertitel. Insgesamt 603 Handwerker wurden in diesem Rahmen in den Meisterstand erhoben.

Auf der 68. Meisterfeier der Handwerkskammer Ulm wurden unter anderem die Zimmerermeister, Friseurmeister, Brauer und Mälzer, Elektrotechnikmeister, Schornsteinfeger und auch Tischlermeister gefeiert. In 19 verschiedenen Gewerken wurden die Absolventen ausgezeichnet.

„In der Meisterstand erhobenen Frauen und Männer sind ein klares Vorbild“

„Der Meisterbrief ist die Eintrittskarte zu einem neuen Berufsabschnitt. Jetzt steht einer Selbstständigkeit oder einer Betriebsübernahme nichts mehr im Weg. Junge Menschen auszubilden und zu führen, gehört zu den schönen Aufgaben eines Meisters“, freute sich Joachim Krimmer, Präsident der Handwerkskammer Ulm mit den Absolventen. Zudem verwies er auf die Vorbild-Funktion der Absolventen: „Wir haben auch in diesem Jahr ein gutes Ausbildungsergebnis geschafft. Diese jungen Menschen haben den Meistertitel als Ziel vor Augen. Für diese Azubis sind die jetzt in der Meisterstand erhobenen Frauen und Männer ein klares Vorbild.“

Spaeth-Stiftung verleiht Spaeth-Preis

Die besten drei Jungmeister wurden im Rahmen der Meisterfeier mit dem Spaeth-Preis ausgezeichnet. Die Spaeth-Stiftung der Familie Spaeth aus Ravensburg stellt diesen Betrag ohne Zweckbindung zur Verfügung und unterstützte damit auch in diesem Jahr die drei prüfungsbesten Meister des Jahrgangs. Eine finanzielle Unterstützung von 2.000 Euro erhielten Friseurmeisterin Fränze Fiedler aus Lindau, Gold- und Silberschmiedin Janine Evelyn Rall aus Kempten sowie Valentin Mayer, Kraftfahrzeugtechniker aus Ochsenhausen. In der angeschlossenen Ausstellung wurden den Gästen die besten Meisterstücke präsentiert.

Leistungen des Handwerks sollen anerkannt werden

Krimmer verwies in der Begrüßungsrede auch auf die Ziele des regionalen Handwerks: „Wir wollen, dass die Leistung des Handwerks anerkannt und mit der akademischen Bildung gleichgesetzt wird. Durch den Pakt für die Berufliche Bildung soll unser Nachwuchs bei seiner Meister-Ausbildung finanziell noch stärker profitieren.“ Krimmer hob hervor, dass die beruflichen Chancen im Handwerk gerade für junge Meister hervorragend seien. Er verwies insbesondere auf die Möglichkeiten zur Übernahme eines bestehenden Betriebs: „Zwischen Alb und Bodensee suchen 2.200 Betriebe einen Nachfolger. Diese Betriebe haben starke Wurzeln, direkt im Heimatdorf oder in der Nachbarschaft. Diese Betriebe haben einen guten Kundenstamm und fleißige Mitarbeiter, die etwas können.“

Diese seien für eine Übernahme durch die 603 Meister wie gemacht. Mit dem Zentrum für Betriebsnachfolge bietet die Handwerkskammer Ulm Meistern konkrete Unterstützung bei der Suche und der Übernahme eines Betriebes an. Interessierte Meister können sich an das Zentrum für Betriebsnachfolge wenden.

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