Vom Allgäu Airport nach Osteuropa

Ryanair sieht „viel Potential“ am Flughafen Memmingen

Symbolbild. Foto: Allgäu Airport GmbH & Co. KG
Der mit Billigfliegern unterversorgte Markt in Osteuropa lockt Ryanair. Auch vom Flughafen Memmingen aus nehmen die Iren nun neue Ziele dort ins Visier.

Zweimal in der Woche wird der irische Low Cost Carrier Ryanair von Oktober an zwischen Memmingen und dem ukrainischen Lwiw pendeln. Dies berichtet das Branchenportal aero.de unter Berufung auf David O`Brien, Betriebsvorstand des Günstigfliegers. Die Iren, schon jetzt Platzhirsch am Memmingerberg, treten damit in direkte Konkurrenz zur dortigen Nummer zwei, der Wizz Air. Die ungarische Billigfluggesellschaft ist bisher unangefochtener Marktführer bei niedrigpreisigen Osteuropa-Verbindungen.

Wird Rynair das Streckennetz ab Memmingen weiter ausbauen?

Ryanair, das auch von anderen Stützpunkten in Deutschland und Westeuropa sein Angebot nach Kiew und Lwiw zum Winterflugplan massiv ausdehnt, sieht in Osteuropa noch kräftiges Wachstumspotential. „Es gibt hier viel Potenzial und weniger Verbindungen als möglich wären“, wird O`Brien von aero.de zitiert.

Wachstums-Impuls für den Allgäu Airport

Für den Flughafen Memmingen bedeuten die neuen Strecken einen weiteren positiven Entwicklungs-Impuls. Erst vor kurzem hatte Ryanair vier neue Strecken angekündigt. Neben Sevilla und Warschau – dem ersten „Wegweiser“ nach Osteuropa – sollen ebenfalls zum Winterflugplan jeweils zwei Mal pro Woche das marokkanische Fes sowie Thessaloniki in Griechenland angeflogen werden.

„Polen stand schon lange auf unserer Wunschliste“,  so Flughafen Memmingen Geschäftsführer Ralf Schmid. Denn die neue Verbindung zwischen dem Allgäu und dem Airport Modlin in Warschau schafft eine wichtige Brücke zwischen Südeutschland und dem Nachbarland. Neben Städtereisenden und Urlaubern können auch Geschäftsleute einfacher nach Warschauer reisen. Die Hauptstadt Polens lockt dabei beispielsweise mit der 1980 zum UNESCO Weltkulturerbe erklärten Altstadt und dem Königsschloss.

Neue Strecken sind auch für die regionale Wirtschaft interessant 

Sämtliche neuen Destinationen gelten wegen ihrer starken ethnischen Verkehre als wirtschaftlich attraktiv. Neben dem touristischen Effekt wirkt sich die stärkere Vernetzung mit Absatzmärkten und Lieferquellen in Osteuropa dieses Angebots aber auch vorteilhaft für den Standort Allgäu aus.

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