Straßen-Ausbau gefordert

IHK fürchtet Verkehrs-Kollaps durch IKEA in Memmingen

Symbolbild. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Die IHK-Regionalversammlung Memmingen und Unterallgäu blickt mit Sorgen auf die Entwicklungen rund um die Neuansiedlung von IKEA in Memmingen. Gerade die bestehende Infrastruktur sei durch das erhöhte Verkehrsaufkommen bedroht.

Laut der IHK werde der Verkehr am Autobahnkreuz und in der Europastraße durch das IKEA-Einrichtungshaus stark zunehmen. „Die Verkehrsführung in der Europastraße macht der Wirtschaft große Sorgen“, fasst der stellvertretende IHK-Präsident Gerhard Pfeifer die Bedenken der Wirtschaft zusammen. „Bereits heute fließt der Verkehr bei Zu- und Abfahrt der Autobahn A 96 auf der Europastraße besonders in Zeiten des starken Berufsverkehrs nicht mehr. Bei Ansiedlung von IKEA wird dies bei Bürgern der Stadt Memmingen und Arbeitnehmern zu unzumutbaren Belastungen führen“, so Pfeifer weiter. Gefordert wird deshalb eine schnelle Optimierung der bestehenden Infrastruktur.

IHK empfiehlt die Brücke Europastraße zu verbreitern

Einschränkungen fürchten laut IHK auch die in der Dr.-Karl-Lenz-Straße und der Fraunhofer-Straße produzierenden großen Arbeitgeber Memmingens. Diese Unternehmen werden mit ihren LKWs über den Knotenpunkt Europastraße bedient. Die zusätzlichen durch das IKEA-Einrichtungshaus verursachten Verkehrsströme könnten das derzeitige Autobahnkreuz und die Brücke Europastraße keinesfalls aufnehmen, sind sich die angrenzenden Wirtschafts-Vertreter einig. „Die einzige sinnvolle Lösung ist eine baldmöglichst erfolgende Verbreiterung der Brücke Europastraße, idealerweise sogar der Neubau einer ausreichend dimensionierten Brücke über die Autobahn“, fordert Gerhard Pfeifer im Namen der IHK.

Die Stadt Memmingen müsse nun zwingend in eine schnelle Planung und Realisierung einsteigen. Dies formulierte die Wirtschafts-Vertreter bereits in einem Gespräch mit Oberbürgermeister Manfred Schilder und Vertretern der Stadtverwaltung. „Noch vor Eröffnung von IKEA muss die Brücke Europastraße ausreichend dimensioniert aus- oder neu gebaut werden“, stellt Gerhard Pfeifer klar.

Fachmarkt-Zentrum konkurriert mit Innenstadt

Die Auswirkungen auf den Verkehr sind nicht das einzige, das bei der IHK im Unterallgäu auf Besorgnis stößt. Während die Ansiedlung von IKEA an sich positiv aufgenommen wird, gibt es Widerstände gegen das geplante Fachmarkt-Zentrum. Dieses würde den Bemühungen, die Memminger Innenstadt zu beleben, entgegenstehen. IKEA ist bereits zurückgerudert und kündigt an, die Gesamt-Verkaufsfläche um ein Drittel verkleinern zu wollen. Insgesamt investiert IKEA rund 100 Millionen Euro in den neuen Standort.

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