Augsburger Projekte im Alpenraum

ARGE ALP: Regierungschefs zu Gast auf Schloss Lautrach

Schloss Lautrach. Foto: Rebecca Weingarten/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Die Regierungschefs der zehn ARGE ALP-Länder (Arbeitsgemeinschaft Alpenländer) trafen sich kürzlich auf Schloss Lautrach. In grenzüberschreitender Zusammenarbeit wurden unterschiedliche Herausforderungen des Alpenraums diskutiert.

Unter bayerischem Vorsitz kamen die Regierungschefs auf Schloss Lautrach zu ihrer 48. Sitzung zusammen. Dort wurde beschlossen, die Zusammenarbeit weiter zu verstärken. So sollen gleich mehrere, grenzüberschreitende Projekte auf den Weg gebracht werden.

Grenzüberschreitendes Projekt der Universität Augsburg

So sollen beispielsweise mit dem Projekt „AlpClimNet“ der Universität Augsburg Klima- und Umweltdaten für präzisere Analysen grenzüberschreitend zusammengeführt werden. Diese Daten können unter anderem in den Bereichen Bauplanung, Tourismus oder Landwirtschaft genutzt werden.

Ein anderes Konzept will kleine und mittlere Unternehmen bei der Einsparung von Energie durch das Projekt „Energieeffizienz in KMU“ unterstützen. Der Fokus liegt hier auf den Branchen Dienstleistung, Gewerbe, Gastronomie und Hotellerie.

Das Projekt „Integration durch Bürgerschaftliches Engagement“ des lagfa bayern e.V. mit Sitz in Augsburg soll den Erfahrungs-Austausch fördern. Dies bezieht sich gerade auf bestehende regionale Projekte, die Integration durch bürgerschaftliches Engagement fördern. Auch die Entwicklung grenzüberschreitender Modellprojekte soll unterstützt werden.

Außerdem sollen mit dem Projekt „Online Campus Alpenraum“ bestehende Studien- und Forschungs-Angebote im Alpenraum sichtbar gemacht und vernetzt werden.

Darüber hinaus soll das Projekt „European Talent School“ der Fraunhofer-Gesellschaft weiter vorangetrieben werden. Dabei werden begabte Schüler durch Workshops in wissenschaftlichen Einrichtungen an technische und naturwissenschaftliche Berufe herangeführt.

In einem weiteren Projekt soll die Berglandwirtschaft zukunftssicher gemacht werden. Hier steht die Vernetzung junger Berglandwirte und des Almpersonals im Vordergrund. Die Federführung für das Projekt „Next Generation Berglandwirtschaft 2030“ hat der Freistaat Bayern.

Neun Preisträger

Im Rahmen der Konferenz zeichnete Bayerns Europaministerin Dr. Beate Merk auch die diesjährigen Preisträger mit dem ARGE ALP-Preis 2017 „Integration im Alpenraum“ aus. In einem mehrstufigen Verfahren wurden besonders herausragende Projekte ausgewählt. Den Preis erhielten innovative Projekte zur Integration im Alpenraum, mit denen die Begegnung und das Verständnis zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft gefördert wird. Die drei mit jeweils 6.000 Euro dotierten gleichwertigen Hauptpreise gingen an Projekte in Bayern, Graubünden und Tirol. Sechs weitere Integrationsprojekte erhielten jeweils mit 1.000 Euro dotierte Anerkennungspreise.

Über die ARGE ALP

In der ARGE ALP haben sich zehn Regionen, Provinzen, Kantone beziehungsweise Bundesländer aus Österreich, Deutschland, Italien und der Schweiz zusammengeschlossen. Ihnen gehören aktuell fast 26 Millionen Menschen an, die auf rund 142.000 Quadratkilometern leben: Bayern, Graubünden, Lombardei, Salzburg, St. Gallen, Südtirol, Tessin, Tirol, Trentino und Vorarlberg. Das oberste Organ der ARGE ALP ist die Konferenz der Regierungschefs. Der Vorsitz wechselt jährlich zwischen den einzelnen Mitgliedsregionen. Mit dem 30. Juni 2017 endet der Vorsitz des Freistaats Bayern in der ARGE ALP. Dieser geht nun turnusgemäß auf den Kanton Graubünden über.  

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