Fuhrparkerweiterung

Neues Elektro-Auto für das Landratsamt Lindau

Elmar Stegmann,Marco Seoli und Steffen Riedel. Foto: Landratsamt Lindau
Der Fahrzeugpool des Landratsamtes wurde um ein Elektro-Auto ergänzt. Der Renault ZOE, eines der meistverkauften E-Fahrzeuge bundesweit, steht den Mitarbeitern nun zur Verfügung.

Von insgesamt fünf Fahrzeugen wurde in dieser Woche das dritte durch ein Elektro-Auto ersetzt. Das erste Elektro-Auto des Landratsamts Lindau wurde im Juli 2016 in Betrieb genommen.  Diese Fahrzeuge stehen dem Personal zur Verfügung. Landrat Elmar Stegmann und Steffen Riedel haben das neue Elektro-Auto beim Lindauer Autohaus Bernhard entgegen genommen. Steffen Riedel ist der Klimaschutzbeauftragte des Landkreises. Landrat Elmar Stegmann freut sich: „Unsere E-Autos sind bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sehr beliebt und gleichzeitig leisten wir einen Beitrag für den Klimaschutz.“

Landrat appelliert an Automobil-Industrie

Der Landrat betont die gute Entwicklung der Elektro-Autos. Beispielsweise hat der Renault ZOE mit dem neuen Akku eine Reichweite von 400 Kilometern. Jedoch würde sich Stegmann noch mehr Engagement von Seiten der Automobilindustrie wünschen: „Ich hoffe, dass die deutsche Automobilindustrie bald Fahrzeuge mit einer ebenso großen Reichweite oder mehr zu erschwinglichen Preisen anbieten wird, statt den Markt ausländischen Anbietern zu überlassen.“

Mehr über die Lindauer Elektro-Autos

Derzeit sind im Landkreis Lindau 79 Elektro-PKW zugelassen. Diese können landkreisweit an bisher sieben öffentlichen und zwei privaten E-Ladestationen aufgeladen werden. Einige Kommunen im Landkreis wollen sich zusammen mit lokalen Netzbetreibern dafür einsetzen, dass es in absehbarer Zeit einen deutlichen Zuwachs an Ladestationen geben wird. Betrachtet man die Ökobilanz eines Elektro-Autos im Vergleich zu einem Auto mit Verbrennungs-Motor, so fällt diese klar für das Elektro-Auto aus: „Selbst bei der Annahme des europäischen Strommixes müsste ein Benzinauto zwischen drei und vier Liter auf 100 Kilometer verbrauchen um etwa gleich umweltfreundlich zu sein, wie ein E-Auto“, so Steffen Riedel. „Da die E-Autos des Landkreises mit Öko-Strom geladen werden, fällt die Umweltbilanz hier noch besser aus, abgesehen von den vermiedenen lokalen Schadstoffemissionen.“ Kombiniert man ein Elektro-Auto mit einem Carport mit kleiner Solaranlage, dann kann man rechnerisch damit bei einer durchschnittlichen Fahrleistung von 12.000 Kilometern den jährlichen Strombedarf bei Weitem selbst decken.

Förderungen durch den Bund

Der Kauf von Elektro-Autos wird von der Bundesregierung weiterhin gefördert. So erhält der Landkreis einen Zuschuss, der im Rahmen seiner „Nationalen-Klimaschutz-Initiative" die Hälfte der Kosten für die mit Strom betriebenen Dienstwägen übernimmt. So muss der Kreis für den Renault ZOE 10.000 Euro aus eigener Kasse bezahlen. Die Schnellladestationen hinter dem Landratsamt am Stiftsplatz und in der Bregenzer Straße wurden vom Bund ebenfalls zur Hälfte bezuschusst. Beide bisherigen Elektro-Autos haben eine 22 Kilowattstunden starke Batterie. Diese lädt sich dort in gut einer Stunde komplett auf. Das neue Fahrzeug mit der größeren, 41 Kilowattstunden-Batterie benötigt knapp zwei Stunden. Die private Anschaffung eines PKW mit Elektro-Antrieb wird aktuell mit 4000 Euro „Umweltbonus“, bezuschusst. Diesen teilen sich Bund und Hersteller zur Hälfte. Der Zuschuss muss online beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragt werden.

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