Trotz guter Geschäftslage

Messe Friedrichshafen stellt sich wachsendem Konkurrenz-Druck

Andreas Brand und Klaus Wellmann auf der Pressekonferenz. Foto: Messe Friedrichshafen
Andreas Brand, Oberbürgermeister der Stadt Friedrichshafen, Messechef Klaus Wellmann und Prokurist Stefan Mittag stellten am 6. Juli 2017 die Ergebnisse des laufenden Geschäftsjahrs vor. Dabei sprachen sie auch die Herausforderungen an, mit denen die Messe Friedrichshafen trotz guter Geschäfts-Ergebnisse kämpft.

Das erste Messehalbjahr 2017 der Messe Friedrichshafen verlief bisher gut. Mit 34,209 Millionen Euro liegt der Umsatz leicht über der Marke der beiden Vorjahre.

Erste Rekorde 2017 bereits erreicht

Die Motorradwelt Bodensee und die 25. AERO schlossen bei Ausstellern und Besuchern jeweils mit einem Doppelrekord ab. Bei der OutDoor 2017 waren so viele Aussteller wie noch nie vertreten. „Wir freuen uns sehr über den guten Verlauf im ersten Halbjahr 2017. Wir sehen aber auch Entwicklungen und Veränderungen in den Märkten, beispielsweise bei der Eurobike und OutDoor, die wir proaktiv angehen“, hieß es auf der Jahrespressekonferenz der Messe in Friedrichshafen. Auch die Investitionen in die neu installierte Kälteanlage tragen erste Früchte. Ihre Bewährungsprobe hat diese bereits während der ersten großen Hitzewelle im Juni im Rahmen der OutDoor 2017 bewältigt.

Auf der Pressekonferenz am 6. Juli 2017. Foto: Messe Friedrichshafen

Messe Friedrichshafen will Schulden weiter senken

„Die Messe hat in den vergangenen Jahren erfolgreich gewirtschaftet und einen starken Fokus auf die Entschuldung gelegt“, erläuterte Andreas Brand das Zahlenwerk. „Die Messe erzielte 2016 einen beachtlichen Umsatz in Höhe von 34,2 Millionen Euro und zahlte davon 8,6 Millionen Euro Miete.“ In den vergangenen Jahren sind immer hohe Mietzahlungen vereinbart worden, um die Entschuldung stark voranzutreiben und um die Zinsbelastung deutlich zu senken.

Investitionen in Infrastruktur nötig

Trotz der Erfolgsmeldungen im ersten Messehalbjahr 2017 kommen aber auch Herausforderungen auf die Messe Friedrichshafen zu. Dazu gehören Veränderungen der Märkte, bei den Messen OutDoor und Eurobike. „Wir müssen uns bei unseren internationalen Flaggschiffen mit einer verschärften Wettbewerbs-Situation auseinandersetzen“, betonte Messechef Klaus Wellmann, „bei Hausmessen einzelner Hersteller und an neuen Messe-Standorten werden Themen aus unseren Branchen-Schwerpunkten ergänzend oder alternativ abgebildet.“ Auch die Hotel-Situation und die Verkehrs-Infrastruktur werden in Friedrichshafen kritisch gesehen. Dazu gehört auch die Erreichbarkeit der Bodenseeregion per Flugzeug.

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