Tradition und digitaler Wandel

Schreiner-Innung erstmalig auf der Allgäuer Festwoche in Kempten

Im Handwerker-Zelt der Allgäuer Festwoche. Foto: prb
Vom 12. bis zum 20. August fand in Kempten wieder die Allgäuer Festwoche statt. Erstmalig nutzte die Schreiner-Innung Allgäu die Gelegenheit, um sich im Handwerker-Zelt vorzustellen.

Zu den Höhepunkten der Allgäuer Festwoche zählte auch in diesem Jahr die Sonderschau der Kreishandwerkerschaft Kempten. Die Schreiner-Innung Allgäu war bei der diesjährigen 68. Festwoche zum ersten Mal dabei und präsentierte sich mit einer „sehr starken Darstellung durch Nutzung der virtuellen Technik“, wie Hans-Peter Hartmann, Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Kempten, betonte.

Innungszelt vereint Tradition und digitalen Wandel

Der Schreiner-Innung Allgäu sind 85 Betriebe mit ganz unterschiedlichen Schwerpunkten, wie beispielsweise Fenster, Küchen, Wintergarten oder Objekteinrichtungen, angeschlossen. Ziel der Innung war es, den Besuchern diese große Vielfalt und Leistungsbreite zu vermitteln. Die Lösung fand sich in einem zweigeteilten Konzept des Innungszeltes. Der innere Kreis stand  für Tradition und ermöglichte gute Gespräche und regen Informationsaustausch. Im äußeren Kreis erlebten die Besucher dann mit Hilfe der Virtuellen Realitäten (VR) den digitalen Wandel der Branche. Mit VR-Brillen, CAD-Daten und 360-Grad-Videos konnten sie den Schreineralltag begleiten.

„Das Schreinertum ist mit der Zeit gegangen“

Ziel der Schreiner war es nicht nur, ihr Handwerk vorzustellen und zu zeigen, dass sie die Digitalisierung als Chance wahrnehmen. Darüber hinaus sollte auch die Tradition nicht zu kurz kommen. „Das Schreinertum ist mit der Zeit gegangen und versteht es, den Respekt im Umgang mit dem natürlichen Rohstoff Holz in die Innovationen einfließen zu lassen“, betont Obermeister Stefan Holzer.

Der Markenartikel Holz auf der Allgäuer Festwoche

Eigens für die Allgäuer Festwoche fertigten die Schreiner Sitzgelegenheiten und eine Theke. 190 Arbeitsstunden mussten dabei allein für die Theke, die aus 33 verschiedenen Hölzern produziert wurde, investiert werden. Eine Leistung, die auch den bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer bei seinem Besuch im Handwerker-Zelt stark beeindruckte. Auch über das Handwerker-Zelt hinaus war Holz einer der Schwerpunkte der diesjährigen Allgäuer Festwoche. So wurde am eigenen Holztag Allgäu der Markenartikel Holz präsentiert.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
nach oben