Gusswerk Waltenhofen

Gusswerk Waltenhofen

Dr. Ruja Ignatova
Die Entscheidung über die Zukunft des Gusswerkes Waltenhofen H. Staab GmbH ist gefallen. Nach zahlreichen Gesprächen mit potentiellen Übernahmeinteressenten ist man mit Dr. Ruja Ignatova vertragseinig geworden. Der Kauf- und Übernahmevertrag wurde am vergangenen Donnerstag unterzeichnet.

 

 

 

Der Kauf- und Übernahmevertrag sieht vor, dass der Geschäftsbetrieb bereits am 4. Mai 2010 auf eine von Dr. Ignatova gegründete Auffanggesellschaft übertragen wird. Sie firmiert nach Aussage von Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz weiterhin unter dem Namen Gusswerk Waltenhofen, Firmensitz bleibt Waltenhofen.

80 Mitarbeiter werden übernommen

Nach Aussage von Geiwitz können im Rahmen der geplanten Sanierungsmaßnahmen insgesamt 80 der aktuell 137 Arbeitsplätze erhalten werden. Mitarbeiter, deren Arbeitsverhältnis nicht fortgeführt wird, erhalten die Möglichkeit in eine Transfergesellschaft zu wechseln. Darauf haben sich die Käuferin Dr. Ignatova, die Sparkasse Allgäu und der Insolvenzverwalter verständigt. Die Finanzierung der Transfergesellschaft wird durch Beiträge dieser drei Beteiligten ermöglicht. Über die Kaufsumme und die Käuferin Dr. Ruja Ignatova selbst teilte Geiwitz keine Einzelheiten mit.

Dr. Ruja Ignatova wurde in Bulgarien geboren. Sie absolvierte ein Studium der Rechtwissenschaften in Konstanz, promovierte und nahm parallel ein Studium der Wirtschaftswissenschaften in Hagen auf. Von 2002 bis 2003 war Dr. Ignatova als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Konstanz tätig. Danach studierte sie an der University of Oxford und schloss im Jahr 2004 mit dem Titel „Master Juris in European and Comparative Law“ ab. Es folgten weitere berufliche Stationen im Finanzsektor und in der Private Equity, außerdem war Dr. Ignatova als Associate Partner für McKinsey tätig.

Seit 2009 arbeitet Dr. Ruja Ignatova als CEO bei einem der größten Asset Management Fonds in Bulgarien.

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