Verkehrskonferenz

339 Millionen Euro für Allgäuer Infrastruktur-Projekte

Staatssekretär Gerhard Eck. Foto: Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr
Der Freistaat kann heuer für den Ausbau von Bundestraßen 130 Millionen Euro mehr ausgeben als im Vorjahr. Auch im Allgäu sollen zahlreiche Projekte angegangen werden. Das Gesamt-Kostenvolumen dafür liegt bei 339 Millionen Euro.

Letztes Jahr investierte der Freistaat rund 1,35 Milliarden Euro in seine Bundes-Fernstraßen. Das sind rund 50 Prozent mehr als im Durchschnitt der letzten zehn Jahre. In diesem Jahr kommen nochmal 130 Millionen Euro hinzu. Insgesamt wird ein deutlicher Anstieg des Personen- und Güterverkehrs erwartet. Auch im Allgäu sind zahlreiche Schienen- und Straßenprojekte geplant.

Auf der Allgäuer Verkehrskonferenz am 17. Juli 2017. Foto: Staatliches Bauamt Kempten Auf der Allgäuer Verkehrskonferenz am 17. Juli 2017. Foto: Staatliches Bauamt Kempten

Investitionen in bayerische Straßen auf Rekordniveau 

„Die dem Freistaat zugewiesenen Mittel für Bundes-Fernstraßen sind bereits jetzt deutlich höher als im Jahr 2016. Auch für die bayerischen Staatsstraßen stehen mit insgesamt 421 Millionen Euro so viele Mittel bereit wie nie zuvor“, sagte Bayerns Innen- und Verkehrsstaatssekretär Gerhard Eck auf der Allgäuer Verkerhrskonferenz am 17. Juli 2017. Laut Eck rüstet sich der Freistaat damit für die Herausforderungen der Zukunft. Denn der Personenverkehr auf der Straße soll bis 2025 gegenüber 2007 um mehr als 18 Prozent zunehmen. Der Güterverkehr wird im selben Zeitraum sogar um rund 53 Prozent zulegen. Stärkster Verkehrsträger bleibt aber die Straße. Sie soll jedoch durch die Investitionen entlastet werden. In den vergangenen 20 Jahren sind die bestellten Zugkilometer in Bayern von 82 Millionen auf 122 Millionen angestiegen.

Start für Bau der Bahnstrecke München-Lindau für 2018 geplant

Besondere Bedeutung für das Allgäu hat laut Ecke nun der Ausbau der Bahnstrecke München-Lindau. „Schon 2020 sollen darauf die ersten Züge elektrisch fahren“, so der Staatsserketär. Außerdem brauche es mehr Bahnstationen, um die Menschen zu erreichen. Daher sollen im Allgäu in den nächsten Jahren bis zu 15 neue Bahnhaltestellen entstehen. „Das Allgäu ist in den nächsten Jahren der Schwerpunkt schlechthin bei den Investitionen in die bayerische Stations-Infrastruktur“, so Eck. Als eine weitere Baumaßnahme wird im Baugebiet Memmingen Nord die Brücke Europastraße neu gebaut. Damit werden neue Kapazitäten im Gewerbegebiet geschaffen.

12,2 Millionen Euro für Infrastruktur am Flughafen Memmingen

Auch in den Luftverkehr will der Freistaat Bayern investieren: So werden 12,2 Millionen Euro für die Infrastruktur am Allgäu Airport bereitgestellt. „Der Übergang zwischen den Verkehrsmitteln Auto, Eisenbahn, Flugzeug, Schiff und Fahrrad muss so reibungslos wie möglich geschehen“, so Eck. „Die Verkehrsinfrastruktur ist die Lebensader einer jeden Volkswirtschaft. Investitionen in unsere Verkehrswege sind die Grundlage unserer Wettbewerbsfähigkeit und unseres Wohlstands.“

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