Wirtschaftsfaktor Tourismus

Tourismusboom: 11,2 Prozent mehr Gäste in Füssen als im Vorjahr

Symbolbild. Foto: Daniel Kocherscheidt / pixelio.de
Als stetig wachsender Wirtschaftszweig gewinnt der Tourismus in Füssen immer weiter an Bedeutung. Das zeigen auch die Tourismuszahlen von Januar bis Juni 2017 – die prozentualen Steigerungen liegen sogar über denen im Allgäu und Bayern allgemein.

Die Auswertung der Füssener Tourismuszahlen für Januar bis Juni 2017 zeigt deutliche Zuwächse sowohl bei den Übernachtungen als auch bei den Gästen. So stiegen gegenüber dem ersten Halbjahr 2016 die Gesamtübernachtungen im Ortsgebiet um 6,8 Prozent auf 559.548. Die Gästeankünfte stiegen sogar um 11,2 Prozent auf 218.523 Ankünfte an.

Leichter Rückgang bei der durchschnittlichen Aufenthaltsdauer

Damit liegt Füssen prozentual noch über den Steigerungen im Allgäu und in Bayern: Die Urlaubsregion Allgäu konnte gegenüber dem Vorjahreszeitraum 4,3 Prozent mehr Übernachtungen verzeichnen, Gesamt-Bayern 2 Prozent. Ein leichter Rückgang wurde hingegen in der durchschnittlichen Aufenthaltsdauer verzeichnet, so Füssens Tourismusdirektor Stefan Fredlmeier. Diese lag in Füssens Gastbetrieben im ersten Halbjahr bei 2,6 Übernachtungen. Im Allgäu lag sie bei 3,4, und in Bayern bei 2,5 Übernachtungen.

Füssener Touristiker wollen Tourismus weiterhin strategisch fördern

„Kompliment an alle Tourismusakteure, die zu diesem positiven Halbzeitergebnis 2017 beitragen“, kommentiert Fredlmeier die Zahlen. „Wir freuen uns, sind aber angehalten, zur Zukunftssicherung weiterhin strategisch zu arbeiten, in Qualität zu investieren und Wildwuchs zu vermeiden, der ohne Profil und Qualität lediglich auf dem Trittbrett der positiven Entwicklung des Deutschlandtourismus fahren möchte und Füssens Tourismusqualität eher senkt als steigert.“

Musical „Ludwig2“ bleibt in Füssen

Dass die Aufführungsrechte für das Musical „Ludwig2“ nun langfristig für das Festspielhaus Füssen gesichert sind, davon kann auch die Tourismusregion profitieren. So liegen die Aufführungsrechte des Stücks bis 2029 bei Festspielhausbesitzer Manfred Rietzler. „Wir wollen das Ludwig-Musical zum Aushängeschild im Festspielhaus machen und langfristig in die Liga der Top-Ten-Spielstätten für Musicals aufrücken. Das Musical und das Haus hier am Originalschauplatz gehören einfach zusammen“, so Rietzler. Für Benjamin Sahler, der bislang Regie geführt und produziert hat, bringt diese neue Konstellation die Möglichkeit, langfristig zu planen. „Das ist einfach großartig, dass wir hier die Sicherheit haben, langfristig die Marke Ludwig2 zu etablieren und zu festigen. Das wird der gesamten Region und dem Tourismus guttun, auch außerhalb der Hauptferienzeit“, freut sich Sahler.

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