Spatenstich

Sanierung des Jakob-Brucker-Gymnasiums Kaufbeuren gestartet

Spatenstich in Kaufbeuren beim Jakob-Brucker-Gymnasium. Foto: Stadt Kaufbeuren
Am Mittwoch, den 26. Juli 2017, fand der Spatenstich zur Erweiterung und Generalsanierung des Jakob-Brucker-Gymnasiums in Kaufbeuren statt. Es handelt sich um den Auftakt zu einer umfangreichen Modernisierung und Erweiterung des Schulkomplexes. Die Kosten belaufen sich auf rund 22,3 Millionen Euro.

Teile der campusartigen Anlage an der Neugablonzer Straße sind in die Jahre gekommen. Zahlreiche Baumängel machen eine Sanierung unumgänglich. Mit dem Spatenstich fiel nun der Startschuss für die Baumaßnahmen. Zunächst wird auf dem mittleren Teil des Schulgeländes ein neuer Fachklassentrakt errichtet. Das zweigeschossige Gebäude wird auf fast 2.100 Quadratmetern Platz für naturwissenschaftliche Fachräume mit entsprechenden Nebenräumen bieten. In einem weiteren Bauabschnitt wird der südliche Gebäudekomplex aus den 1970er Jahren entkernt und teilweise abgebrochen. Er umfasst nach der Sanierung eine Fläche von rund 7.600 Quadratmetern.

Oberbürgermeister Bosse spricht von „Leuchtturmprojekt“

Die Erweiterung und Sanierung wird rund 22,3 Millionen Euro kosten und liegt damit in einer ähnlichen Größenordnung wie der Neubau des Eisstadions an der Bahnhofstraße. Die Baumaßnahme wird durch die Bundesrepublik Deutschland im Rahmen des Förderprogramms „Bildungsbauten im Effizienzhaus Plus Standard“ und durch Mittel des Freistaats Bayern gefördert. „Investitionen in Schulen sind Investitionen in die nächste Generation und damit in unsere unmittelbare Zukunft. Umso wichtiger, dass wir hier ein Leuchtturmprojekt schaffen, das weit über die Stadtgrenzen hinaus wahrgenommen und in seiner energetischen Konzeption beispielgebend sein wird. Gebäude dieser Art werden – mit Recht – als Häuser der Zukunft bezeichnet“, sagte Oberbürgermeister Stefan Bosse anlässlich des Spatenstichs.

Spatenstich in Kaufbeuren beim Jakob-Brucker-Gymnasium. Foto: Stadt Kaufbeuren Spatenstich in Kaufbeuren beim Jakob-Brucker-Gymnasium. Foto: Stadt Kaufbeuren

 

Die Planungen berücksichtigen die Anforderungen, die sich aus dem künftigen neunstufigen Gymnasium (G9) ergeben. Die Gebäude werden gemäß der Richtlinien von Bildungsbauten im Effizienzhaus Plus Standard errichtet beziehungsweise saniert. Auf den Dächern werden Photovoltaik-Anlagen installiert und mit Geothermie geheizt und gekühlt, sodass die Gebäude mehr Energie erwirtschaften, als sie verbrauchen. Berücksichtigt wurden zudem offene Lernlandschaften und zeitgemäße pädagogische Konzepte sowie eine behindertengerechte Ausstattung. Unter dem Strich handelt es sich um einen Meilenstein in der baulichen Entwicklung der Kaufbeurer Schullandschaft, wie es seitens der Stadt Kaufbeuren heißt.

Der Zeitplan der Bauarbeiten im Detail

Die Erweiterung und Generalsanierung des Jakob-Brucker-Gymnasiums unterteilt sich in drei Bauabschnitte. Im ersten Bauabschnitt wird der Fachklassentrakt errichtet („Bauteil B“). Danach wird in zwei Bauabschnitten das bestehende Gebäude im Süden saniert („Bauteil A“). Für jeden Bauabschnitt wird etwa ein Jahr angesetzt. Wenn alles nach Plan läuft, sollte die Maßnahme im September 2020 abgeschlossen sein. Der Bauzeitenplan wurde in Abstimmung mit der Schulleitung so entwickelt, dass der Schulbetrieb zu jeder Zeit möglich sein wird, ohne dass in Container ausgewichen werden muss. Besonders lärmende Maßnahmen sollen in den Ferien stattfinden. Die Zufahrt zur Baustelle erfolgt während aller Bauabschnitte über den Bleicherweg, so dass der Schulbetrieb nicht behindert wird.

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