Barrierefreies Bayern

Landratsamt Ostallgäu wird für Besucher-Leitsystem ausgezeichnet

Maria Rita Zinnecker, Irmgard Badura und Johannes Hintersberger präsentieren das Signet. Foto: Landratsamt Ostallgäu
Als zweites in Bayern ist das Landratsamt Ostallgäu für sein neues Besucher-Leitsystem mit dem Signet „Bayern Barrierefrei – Wir sind dabei“ ausgezeichnet worden. Das System bietet für fast jede Form von Behinderung eine Lösung.

Sozialstaatssekretär Johannes Hintersberger übergab das Signet an Landrätin Maria Rita Zinnecker. „Unser neues Leitsystem hilft allen unseren Besuchern, mit oder ohne Behinderung“, sagte die Landrätin bei der Auszeichnung. Neben Staatssekretär Hintersberger waren beim offiziellen Start des Systems auch die Ostallgäuer Behindertenbeauftragte Waltraud Joa und Irmgard Badura, Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für Menschen mit Behinderung, dabei.

„Die Barriere-Freiheit ist im Ostallgäu angekommen“

Besonderes Augenmerk bei der Umsetzung galt laut Zinnecker den Belangen von Menschen mit Behinderung, weshalb Betroffene intensiv einbezogen wurden. „Diese enge Zusammenarbeit haben wir bei der Erstellung unseres Aktionsplans Inklusion auch schon beherzigt, denn nur so wissen wir, was Menschen mit Behinderung wirklich hilft“, so Zinnecker. Waltraud Joa unterstrich die Bedeutung dieser gemeinsamen Arbeit: „Man hat hier sehr viel Gehirnschmalz eingebracht und viele Neuerungen umgesetzt. Die Barriere-Freiheit ist im Ostallgäu angekommen.“

Barrierefreiheit im Landratsamt Ostallgäu

Das neue System ist so umfassend wie in kaum einem anderen öffentlichen Gebäude in Bayern. Das Besucherorientierungs- und Leitsystem im Landratsamt Ostallgäu umfasst unteranderem 26 Info-Elemente mitsamt Audioplayer. Dazu eine induktive Höranlage im Bürgerservice, ein elektronisches Info-Terminal im Foyer, optimierte Treppenaufgänge, Bodenlinien sowie ein Tastmodell am Haupteingang und Sprachansagen in den beiden Aufzügen. Die Informationen können also gelesen, ertastet und gehört werden – und führen so jeden Besucher zum richtigen Ansprechpartner im Amt.

Zusammenarbeit zahlt sich aus

Hintersberger dankte nach einem Rundgang entlang des barrierefreien Besucher-Leitsystems allen Beteiligten für ihr außerordentliches Engagement und betonte: „Der Staat nimmt viel Geld in die Hand, um Barrieren abzubauen. Aber wir brauchen Partner: aus den Kommunen, aus der Wirtschaft, von Interessenverbänden. Hier im Landkreis Ostallgäu wird sichtbar, was gemeinschaftliches Engagement bewirken kann – einen großen Schritt hin zu einem barrierefreien Bayern!“ Besonders lobte er auch das Leitsystem: „Das ist wirklich ein starkes Stück, was hier geleistet wurde. Ein so umfassender Abbau von Barrieren verdient unseren höchsten Respekt.“

Schritt für Schritt zum barrierefreien Bayern

Irmgard Badura lobte die Umsetzung im Landratsamt Ostallgäu ebenfalls. Der Landkreis sei hier „vorbildlich“ und habe die Dinge praktisch angepackt. Badura betonte aber auch, dass noch viel passieren müsse, um Bayern gänzlich barrierefrei zu machen: „Es gibt noch viel zu tun, aber wir gehen es beherzt an. Eine inklusive Gesellschaft zu gestalten, ist eben kein Sprint, sondern ein Marathon.“

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