Infrastruktur ist gegeben

Landkreis Ostallgäu sieht sich bei E-Mobilität gut aufgestellt

Symbolbild. Foto: Georg Sander  / pixelio.de
Der Landkreis Ostallgäu ist für die flächendeckende Einführung der E-Mobilität sehr gut gerüstet. Die Infrastruktur dafür ist auf absehbare Zeit gut aufgestellt. Das ist die Erkenntnis aus dem Abstimmungstreffen zwischen Landrätin Maria Rita Zinnecker und den regionalen Energieversorgern im Landratsamt.

Derzeit sind im Landkreis schon 31 Ladestationen für E-Fahrzeuge öffentlich verfügbar. Hinzukommen noch weitere zehn Ladestationen im Stadtgebiet Kaufbeuren. Momentane Planungen der Energieversorger sehen 14 weitere Ladestationen im Landkreis Ostallgäu vor. Bei dem Treffen wurde klar, dass sowohl die Experten des Landkreises als auch die der Energieversorger davon ausgehen, dass es bei der Schnellladetechnik rasante Entwicklungssprünge gibt.

Fokus auf Wechselstrom-Ladeinfrastruktur

Es zeichnet sich außerdem ab – so der Konsens der Anwesenden – dass hohe Investitionen von heute übermorgen schon wieder technisch überholt sein könnten. Die Teilnehmer waren sich deshalb einig, den Fokus zunächst auf hochwertiger Wechselstrom-Ladeinfrastruktur zu legen. Die Fachleute gehen davon aus, dass E-Fahrzeuge künftig reale Reichweiten bis zu 400 Kilometer schaffen und so ein tägliches Laden ohnehin nicht mehr nötig ist.

89 Prozent Ein- und Zweifamilienhäuser im Landkreis

Ein weiterer Vorteil den das Ostallgäu bietet, ist die Wohnstruktur im Landkreis. Rund 89 Prozent der Gebäude sind hier Ein- und Zweifamilienhäuser. Deren Bewohner werden Ladevorgänge zumeist am privaten beziehungsweise festen Standort vornehmen. Auch deshalb, weil es dort am günstigsten ist. Daraus folgt, dass „nicht an jeder Ecke“ eine Ladesäule stehen müsse, um die E-Fahrzeuge jederzeit zuverlässig laden zu können, sagt Landrätin Zinnecker. „Durch die Vorarbeit und das gute Zusammenwirken mit unseren Energieversorgern sind wir konzeptionell und infrastrukturell bereits hervorragend aufgestellt.“

Ladesäulen werden künftig auch von Touristen benötigt

Denkbar sind allerdings spezielle Angebote zur Ladung der E-Fahrzeuge auf Parkplätzen mit längeren Standzeiten, beispielsweise beim Arbeitgeber oder auf Park-and-Ride-Parkplätzen. Zudem wird künftig wohl auch vermehrter Bedarf für eine Lademöglichkeit von elektromobil angereisten Urlaubsgästen an deren Unterkünften entstehen. Diese zukünftigen Herausforderungen wollen Landkreis und Energieversorger gemeinsam mit den Kommunen und Unternehmen angehen. Einhellige Meinung nach dem Treffen: An der Infrastruktur scheitert die Verbreitung der E-Mobilität im Landkreis Ostallgäu nicht.

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