Vor großem Eröffnungswochenende

Eisstadion Kaufbeuren: wichtiger Schritt für Finanzierung getan

Stefan Fritz und Markus Pferner freuen sich über die erste Eisbereitung im neuen Stadion. Foto: VWEW-energie
Es ist ein Meilenstein für eines der wichtigsten Bauprojekte Kaufbeurens: Kürzlich wurde der Energie- und Wärmeverbund zwischen dem Jordan Badepark und dem neuen Eisstadion in Betrieb genommen. Dadurch können jährlich Kosten eingespart werden.

Seit rund zwei Wochen sinkt die Raumtemperatur in der erdgas schwaben arena spürbar. Das Aufbringen des Grundeises schreitet fort. Erste Eismarkierungen und Linierungsarbeiten wurden bereits durchgeführt. Im Anschluss wird das Nutzeis aufgebracht. Dafür wird nach und nach Wasser aufgespült und schichtenweiße angefroren. „Diese letzten Arbeiten an der Eisfläche und die erste Eisbereitung zählen zu den spannendsten Momenten des Stadionbaus und versprühen große Vorfreude auf die Eröffnung“, beschreibt Markus Pferner, Vorstandsvorsitzender des Kommunalunternehmens Eisstadion Kaufbeuren, die Stimmung im Stadion.

Energieverbund zwischen Hallenbad und Eisstadion geschaffen

Um die technischen Anlagen im Stadion betreiben zu können, muss ein erheblicher Energiebedarf abgedeckt werden. Der Stadtrat hat bereits im September 2016 beschlossen, hierzu einen Energieverbund zwischen dem städtischen Hallenbad und dem Eisstadion herzustellen. Die Stadt Kaufbeuren betreibt im Jordan Badepark ein Blockheizkraftwerk, welches das neue Eisstadion über eine Direktleitung mit Wärme und Strom mitversorgen kann. Für den Betrieb der Kälteanlage im Eisstadion wird zudem der vorhandene Betriebswasserbrunnen des Jordan Badeparks mitbenutzt.

Enge Zusammenarbeit mit VWEW-Energie

Um eine mengengenaue Abrechnung sicherzustellen, wurde in Zusammenarbeit mit der VWEW-energie ein komplexes Messkonzept entwickelt und umgesetzt. „Mit dem Messkonzept lässt sich die effiziente Energienutzung und der jeweilige Energieverbrauch von Badepark und Eisstadion konform zu den gesetzlichen und technischen Regelungen genau nachvollziehen“, erläutert Stefan Fritz, Geschäftsführer von VWEW-energie.

Zusatzkosten von 550.000 Euro bereits genehmigt

Der Verbund verursachte zusätzliche Aufwendungen in Höhe von 550.000 Euro. Diese sind im genehmigten Budget von 23,9 Millionen Euro für das neue Eisstadion enthalten. Im Gegenzug profitiert das Kommunalunternehmen von günstigen Energiepreisen und niedrigeren Betriebskosten. Zudem konnten staatliche Förderungen in Anspruch genommen werden. „Uns war eine Energieversorgung über moderne und energiesparende Energieerzeugungsanlagen mit geringen Umweltbelastungen und hoher Versorgungssicherheit von Anfang an wichtig“, betont Helge Carl, Baureferent und technischer Vorstand. Gleichzeitig wurde mit der Inbetriebnahme der wichtigen technischen Anlagen ein weiterer Meilenstein im Baufortschritt erreicht.

Große Eröffnungsfeier mit Weltklasse-Eiskunstläufern startet im Oktober

Derzeit bereiten sich über 300 Mitwirkende auf die Eröffnung der erdgas schwaben arena vor. Das Eröffnungswochenende für das neue Eisstadion Kaufbeuren findet vom 6. bis 8. Oktober 2017 statt. Den Auftakt der Feierlichkeiten bildet am Freitag, 6. Oktober, der „Tag des offenen Stadions“. Am Samstag, 7. Oktober, erwartet die Besucher mit dem „Stadion Opening“ eine spannende Abendgala. In diesem Rahmen findet auch eine Eisrevue mit Weltklasse-Eiskunstläufern statt.

Aljona Savchenko und Bruno Massot, Vizeweltmeister im Paarlauf 2017. Foto: Daniel Weiss, Spotlight Productions Aljona Savchenko und Bruno Massot, Vizeweltmeister im Paarlauf 2017. Foto: Daniel Weiss, Spotlight Productions

 

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