BRK – Kreisverband Ostallgäu

Eine lebensrettende Spende für das Bayerische Rote Kreuz BRK

Werner Höbel (2. v. r.) übergab der Rettungswache des BRK in Marktoberdorf seine Spende, Foto: BRK – Kreisverband Ostallgäu

Ein Sponsor aus Immenhofen verhalf dem BRK Kreisverband Ostallgäu zu neuester Technik. Mit der innovativen Ausrüstung kann der Allgäuer Rettungsdienst CO-Vergiftungen künftig schneller erkennen und rechtzeitig behandeln.

Eine außergewöhnliche Spende an das Bayerische Rote Kreuz (BRK) tätigte das Bauunternehmen Ernst Höbel GmbH in Immenhofen. Mit einem weltweit neuen Messgerät ist der Rettungsdienst des BRK im Kreisverband Ostallgäu ab sofort in der Lage, Kohlenmonoxid (CO)-Vergiftungen von Personen bereits am Einsatzort festzustellen. Häufig erkennen die Betroffenen selbst gar nicht, dass sie eine erhöhte CO-Konzentration im Blut haben. Opfer von Bränden können dabei genauso betroffen sein wie Einsatzkräfte der Feuerwehr.

Eine lebensrettende Spende für das örtliche BRK

„Solche Geräte sind wichtig, um Leben zu retten“, so Werner Höbel als Geschäftsführer des Bauunternehmens. Er spendete ein Gerät im Wert von 4.000 Euro. „Und ich weiß, dass die Hilfe hier vor Ort richtig ankommt“, ergänzt er im Rahmen der Übergabe an den BRK-Kreisverband an der Geschäftsstelle in Marktoberdorf. Durch einen langjährigen persönlichen Kontakt von BRK-Rettungsassistent Franz Popp zu Bauunternehmer Ernst Höbel war diese Spende zustande gekommen. Dieser Kontakt bescherte dem BRK auch schon in vergangenen Jahren Spenden.

Gute Ausrüstung für den schnellen Einsatz des BRK

Ein weiteres Gerät wird durch das BRK selbst beschafft. So sind dann beide Einsatzleiter-Fahrzeuge für den Nord- und Südbereich des Landkreises Ostallgäu ausgestattet. Diese Fahrzeuge werden rund um die Uhr ausschließlich von ehrenamtlichen Einsatzleitern des BRK besetzt und sind bei allen Einsätzen zeitnah vor Ort. Für BRK-Kreisgeschäftsführer Thomas Hofmann ist die ergänzende Ausstattung ein Glücksfall: „Bisher sind solche Geräte in Deutschland nur sehr vereinzelt im Einsatz. Über die Spende sind wir natürlich sehr froh.“ Nun könnten in der Region neue Wege in der medizinischen Versorgung nach Bränden eingeschlagen werden.

Masimo-Gerät ermöglicht schnelles Erkennen und Handeln

Wie aus einer Studie der Berliner Feuerwehr hervorgeht, besteht mithilfe des neu entwickelten Gerätes der Firma Masimo weltweit erstmalig die Möglichkeit, direkt am Einsatzort den Anteil an Carboxyhämoglobin (COHb) am Patienten zu messen. Dadurch kann eine CO-Vergiftung rechtzeitig erkannt und behandelt werden. Besonders entscheidend dabei ist die Tatsache, dass keine Blutentnahme und Auswertung im Labor erfolgt. Über einen Fingersensor am Notfall-Patienten erfolgt auf Tastendruck die fotometrische Auswertung des CO-Anteils im Blut.

Rund 30 Prozent der CO-Vergiftungen werden nicht erkannt. Sie können zu schweren Spätschäden führen. Jetzt können Therapiemaßnahmen sofort initiiert und durch CO hervorgerufene kardiale und neurologische Spätschäden limitiert werden. „Das Gerät ist auch bei sonstigen CO-Intoxikationen, wie beispielsweise durch defekte Öfen oder durch Abgase einsetzbar“, erläuterte BRK-Rettungsassistent Franz Popp abschließend.

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