Konferenz der Ärztlichen Direktoren

Chefarzt des BKH Kaufbeuren übernimmt wichtigen Vorsitz

Dr. Albert Putzhammer. Foto: Saskia Pavek, Bezirkskliniken Schwaben
Privatdozent Dr. Albert Putzhammer wurde diesen Herbst zum Vorsitzenden der Konferenz der Ärztlichen Direktoren der bayerischen Fachkrankenhäuser für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik gewählt. Eigentlich sollte er die Stelle erst 2018 antreten.

Dr. Albert Putzhammer ist Leitender Ärztlicher Direktor des Bezirkskrankenhauses (BKH) Kaufbeuren. Hier ist der 52-jährige seit elf Jahren als Chefarzt tätig. Seine neue ehrenamtliche Tätigkeit vertritt er nach außen die Interessen der Versorgungskliniken in Bayern in bestimmten Arbeitskreisen und Gremien. Gewählt wurde er von den Ärztlichen Leitern der etwa 30 bayerischen Fachkrankenhäuser. Die Amtszeit beträgt in der Regel zwei Jahre.

Lückenschluss Ende September

Dass Dr. Putzhammer schon diesen Herbst das Amt übernimmt, ist jedoch ungewöhnlich. „Weil Professor Hajak aus Bamberg 2016 den Vorsitz nicht wie geplant übernehmen konnte, ist mein Vorgänger Professor Peter Brieger – der ehemalige Ärztliche Direktor des BKH Kempten – ein Jahr länger im Amt geblieben als vorgesehen und ich habe den Vorsitz am 29. September 2017 ein Jahr früher übernommen als geplant, um die Lücke zu schließen. Ich sollte die Aufgabe eigentlich erst 2018 übernehmen“, erklärt der Mediziner die besonderen Umstände.

Der neue Vorsitzende bringt dabei auch einige Erfahrungen bereits mit: „Ich gehöre seit vielen Jahren dem Vorstand des Ärztlichen Kreisverbandes Kaufbeuren-Ostallgäu an. Außerdem war ich letztes Jahr stellvertretender Vorsitzender der Bayerischen Direktorenkonferenz unter Vorsitz von Prof. Brieger, der im Herbst 2016 von Kempten nach München gewechselt ist“, so Dr. Albert Putzhammer.

Putzhammer setzt drei Themen-Schwerpunkte

Für seine Amtszeit möchte er sich auf drei Schwerpunkt-Themen fokussieren: Das neu gefasste Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz, die Problematik der Berufsanerkennung für ausländische Ärzte und die verbale wie tätliche Gewalt in Kliniken gegenüber Mitarbeitern. „Wir werden das Thema ‚Sicherheit für Klinikbeschäftigte‘ beim gesundheitspolitischen Kongress Anfang nächsten Jahres im Kloster Irsee näher beleuchten. Ich denke, hier besteht ganz klar Handlungsbedarf“, erläuterte der Vorsitzende dazu. „Es ist eine ehrenvolle Aufgabe, die sicherlich mehr Arbeit bedeutet. Das spüre ich jetzt schon. Allerdings ist es wichtig, sich in diesem Aufgabenfeld zu engagieren. Es ist sicherlich auch im Interesse all jener Menschen, die an der Basis und in der täglichen Praxis tätig sind, sich Gehör zu verschaffen.“

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