Standortkampagne im Landkreis

So will Günzburg Fachkräfte in die Region holen

Das Team von Regionalmarketing Günzburg. Foto: RMG
Die Regionalmarketing Günzburg GbR – Wirtschaft und Tourismus (RMG) hat kürzlich einen Förderbescheid über 200.000 Euro erhalten. Dieses Geld soll vorrangig der Standortkampagne sowie der Gewinnung von Fachkräften zugutekommen.

Die Abstimmungsgespräche mit den regionalen Partnern und die Projektkonkretisierungen bei der RMG laufen bereits seit Anfang des Jahres auf Hochtouren. Die entsprechende Zustimmung auf vorzeitigen Maßnahmenbeginn erhielt die RMG im Januar 2017. Erst kürzlich hat das Bayerische Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat in München den offiziellen Förderbescheid übergeben. Die erforderlichen Eigenmittel zur Kofinanzierung der Fördermittel wurden zusammen vom Landkreis und der RMG bereitgestellt.

Regionalmanagement soll Impulse setzen

Von Beginn an waren verschiedene Akteure in die Ausarbeitung der Projekte eingebunden. Dazu zählen unter anderem IHK, Kreishandwerkerschaft, Politik, der Wirtschafts- und Strukturbeirat des Landkreises Günzburg und nicht zuletzt auch die Gesellschafterversammlung der RMG. Projektabhängig findet außerdem ein starker Austausch mit den Wirtschaftsförderern im Landkreis oder auch der Bildungsregion statt. „Das Regionalmanagement soll keine Projekte aufgreifen, die es bereits gibt“, so Hubert Hafner, Landrat und Geschäftsführender Gesellschafter der RMG. „Vielmehr wollen wir mit dem Regionalmanagement neue Impulse setzen, Bestehendes innovativ ergänzen und damit den Wirtschaftsstandort Landkreis Günzburg stärken.“ Die ständige Abstimmung mit vorhandenen Einrichtungen und Projektträgern sei daher ein Muss.

Landkreis will sich als starker und attraktiver Lebens- und Wirtschaftsstandort positionieren

Schnell wurde deutlich, dass die Themen Fachkräfte, Standortimage, Digitalisierung und Gewerbeflächenentwicklung/-vermarktung wichtige Themen für den Landkreis sind. Die Projekte befinden sich inzwischen in der Umsetzung. In den kommenden Jahren will sich der Landkreis als starker und attraktiver Lebens- und Wirtschaftsstandort im ländlichen Raum positionieren. Diese Bemühungen spielen vor allem in Hinblick auf die Anwerbung potentieller Fachkräfte, Unternehmen und Umzugswilligen eine wichtige Rolle. Hierzu wird aktuell eine Standortkampagne vorbereitet, die dann im kommenden Jahr an den Markt gehen soll. „Neben der überregionalen Bewerbung des Standortes wollen wir durch die Kampagne auch das Bewusstsein der ansässigen Bevölkerung für die Stärken und Vorzüge ‚ihres‘ Landkreises schärfen“, erklärt Axel Egermann, Geschäftsführer der RMG.

Projekt Fachkräfte- und Ausbildungsnetzwerk ergänzt die Kampagne

Ergänzt wird die Kampagne durch Maßnahmen im Projekt Fachkräfte- und Ausbildungsnetzwerk. Seit Anfang 2017 befindet sich die RMG im engen Kontakt mit bereits bestehenden Netzwerken zu dieser Thematik. So wurde im Rahmen der Fachgruppen der Bildungsregion Günzburg das Thema Fachkräftemangel aufgegriffen. Aufbauend auf Gesprächen mit Unternehmen, Schulen und weiteren Institutionen wird im kommenden Jahr ein Karriereportal für Unternehmen, Fachkräfte und Auszubildende umgesetzt.

Gewerbeflächen-Entwicklung wird vorangebracht

Zwei weitere Projekte widmen sich den Themen Digitalisierung und Gewerbeflächen. Im Bereich Digitalisierung geht es vorerst um Wissensvermittlung und Begleitung des digitalen Strukturwandels. Im Bereich Gewerbeflächen-Entwicklung hingegen liegt der Fokus auf der Optimierung der vorhandenden Flächendarstellung. Ebenso steht das Thema nachhaltige Gewerbeflächen-Entwicklung auf der Agenda. „Es freut uns, dass die RMG durch diese Projekte ihr bestehendes Portfolio im Bereich Standort und Wirtschaft – im Zuge dessen auch ihren Service gegenüber Unternehmen und Kommunen – erweitern und die Maßnahmen intensivieren kann“, so Axel Egermann.

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