Höchste Branchenauszeichnung

CeresAward: Ichenhausener Landwirt unter den Finalisten

Stephan Bissinger, Landwirt aus Ichenhausen. Foto: Philipp Ledényi für dlz agrarmagazin
Im gesamten deutschen Sprachraum gilt der CeresAward als der bedeutendste Preis für Landwirte. Unter den Finalisten ist auch Stephan Bissinger, Ackerbauer aus Ichenhausen. Ob er zum „Landwirt des Jahres“ gekürt wird, oder den Sieg in der Kategorie „Ackerbauer“ davontragen wird, entscheidet sich bei der heutigen Galaveranstaltung „Nacht der Landwirtschaft“.

Stephan Bissinger ist Diplom-Wirtschaftsingenieur und hatte etliche Jahre in der Industrie gearbeitet, bevor er den elterlichen 85-Hektar-Hof mit Lohnbetrieb in Ichenhausen übernahm und in den Vollerwerb einstieg. Der Kreisobmann im Bauernverband setzt im 
Ackerbau auf hohe Qualität bei Kartoffeln, Gemüse, Zuckerrüben und Rote Bete. Insbesondere Pommes-Kartoffeln sieht Bissinger dabei als Wachstumsmarkt.

CeresAward-Finalist setzt auf „precision farming“

„Aus 1.200 bis 2.400 Tonnen geernteter Knollen im Jahr lassen sich etwa 10.000.000 bis 15.000.000 Portionen Pommes frites machen“, erklärt der Landwirt aus dem Landkreis Günzburg. Die rund 450.000 Kilogramm Rote Bete von seinen Äckern reichen für 2,5 Millionen Portionen Salat. Als Konserve verkauft er sie auch in seinem kleinen Hofladen, in dem er ansonsten vor allem Eier vertreibt. Etwa acht Hektar seiner Fläche bewirtschaftet er als reines Grünland, Blühflächen als Bienenweiden sowie als Erosions- und Gewässerschutzstreifen. Beim Anbau und der Ernte setzt der 37-Jährige auf modernste Technik also „precision farming“. Drohnen, Lenksysteme und automatische Teilbreitenschaltung gehören zu Bissingers Arbeitsalltag.

Über den CeresAward

Für diese Leistungen könnte Bissinger heute Abend bei der Galaveranstaltung in Berlin ausgezeichnet werden. Zu dem Branchentreff werden rund 350 Gäste erwartet. Seit vier Jahren würdigt dlv Deutscher Landwirtschaftsverlag mit dem CeresAward Landwirte, die Außergewöhnliches leisten und täglich nachhaltig für Mitmenschen, Tiere und Umwelt wirtschaften. Neben einem Gesamtsieger werden Sieger in den elf Einzelkategorien Ackerbauer, Biolandwirt, Energielandwirt, Fleischrinderhalter, Geflügelhalter, Geschäftsidee, Junglandwirt, Manager, Milchviehhalter, Schweinehalter und Unternehmer ausgelobt.

Als Preisgeld erhält der Gesamtsieger 10.000 Euro für ein Projekt seiner Wahl, welches das Ansehen der Landwirtschaft fördert. Hauptsponsor DEUTZ-FAHR stiftet zudem 50 Einsatzstunden mit einem Schlepper aus der aktuellen Serie. Die Sieger der Einzelkategorien erhalten jeweils ein Preisgeld von 1.000 Euro, um ihren Sieg mit Familie, Freunden und Mitarbeitern zu feiern. 

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