Bundesverkehrswegeplan 2030

Aufatmen in Günzburg: Stadt bleibt Fernverkehrshalt der Bahn

Symbolbild. Foto: Michael Loeper  / pixelio.de

Der Landkreis und die Stadt Günzburg sahen sich vom ersten Entwurf des Bundesverkehrswegeplan (BVWP) benachteiligt. Nun kämpfte die Region erfolgreich für eine Aufnahme der Bahnstrecke Ulm-Augsburg in den vordringlichen Bedarf.

von Iris Zeilnhofer, Online-Redaktion

Nach Abschluss der Öffentlichkeitsbeteiligung zum Bundesverkehrswegeplan 2030 stand fest: Der Bahnausbau Ulm-Augsburg wird vollständig in den vordringlichen Bedarf übernommen. In diesem Rahmen wurde auch festgeschrieben, dass Günzburg ein Fernverkehrshalt bleibt. Für den Landkreis Günzburg war die Online-Eingabe in Bezug auf die Neu- und Ausbaustrecke der Bahnlinie Ulm-Augsburg damit ein voller Erfolg.

Erster Entwurf schnitt Günzburg ab

Im ersten Entwurf war noch eine Neubautrasse vorgesehen. Diese hätte von Unterfahlheim über Jettingen „in Anlehnung an die A8“ nach Dinkelscherben geführt. Damit wäre die Strecke an Günzburg vorbeigegangen. Der Landkreis und die Stadt Günzburg sowie alle im Einzugsbereich der Neubautrasse gelegenen Gemeinden sprachen sich daher gegen eine Abkoppelung von Günzburg aus. Sie wandten sich an das Bundesverkehrsministerium und forderten, den Plan zu modifizieren: Die Bahnstrecke Ulm- Augsburg müsse über Günzburg geführt werden, ein Abschneiden der Stadt vom Fernverkehr sei nicht vorstellbar.

Realisierung: Projekt im vordringlichen Bedarf aufgenommen

Weiter kämpfte die Region dafür, das Projekt in den vordringlichen Bedarf aufzunehmen. Nur eine solche Einstufung hat auch eine reale  Chance, finanziert zu werden. Da der Abschnitt der letzte zweigleisige Teil auf der Magistrale Paris-München-Budapest schon jetzt  einem Flaschenhals gleiche, sei der Ausbau extrem wichtig. Dies sah das Bundesverkehrsministerium bei der neuen Bewertung der Projekte ein. Eingesetzt hatten sich dafür bei Bundesverkehrsminister Dobrindt nicht zuletzt auch Landrat Hafner und Oberbürgermeister Jauernig.

Günzburg weiterhin Fernverkehrshalt

Das Projekt wurde jetzt entsprechend modifiziert. Laut neuem BVWP-Entwurf soll die Neu- und Ausbaustrecke „in einem Korridor“ von Neu-Ulm über Günzburg, Jettingen nach Dinkelscherben geführt  werden. Damit sind nun mehrere Planungsmöglichkeiten eröffnet, eine Anlehnung an die A 8 ist nicht mehr zwingend. Günzburg bleibt ein Fernverkehrshalt und behält somit seine Bedeutung im Bahnverkehr.

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