Nach Klage gegen Einkaufs-Sonntage

Citymanager fürchtet um Zukunft der Innenstädte auch in Schwaben

Der Vorstand des SKCS und des Bundesverbands BCSD. Foto: Jürgen Pieperhoff
Die Bayerischen Citymanager trafen sich kürzlich zur Jahresversammlung des Berufsverbands City- und Stadtmarketing Bayern (AKCS) in Aschaffenburg. Dabei stand vor allem die unsichere wirtschaftliche Zukunft der Innenstädte im Fokus. Auch aus Bayerisch-Schwaben waren Vertreter des Stadtmarketings vor Ort.

Die Wirtschaftlichkeit der Innenstädte in Bayerisch-Schwaben gestaltet sich weiterhin schwierig. Die angespannte Lage ist dabei vor allem auf die Digitalisierung und die starke Konkurrenz des Online-Handels zurückzuführen. Seit Kurzem beschäftigt aber auch noch ein weiteres Thema das regionale Stadtmarketing – der Umgang mit dem Ladenschlussgesetz und die Diskussion um verkaufsoffene Sonntage.

„Fortschreitende Verödung“ der bayerischen Innenstädte

„Die sehr an der Sonntagsruhe orientierte Auslegung des Ladenschlussgesetzes und die damit regelmäßige Verhinderung von den bei Jung und Alt in kleineren und größeren Kommunen sehr beliebten Marktsonntagen führt zu einer weiteren wirtschaftlichen Belastung des Einzelhandels in den bayerischen Innenstädten und zu deren fortschreitender Verödung“, kritisiert Klaus Stieringer, Vorsitzender der AKCS, die aktuellen Überlegungen.

Bayerische Citymanager durch Klage gegen Einkaufssonntage verunsichert

Demnach besteht vor allem hier dringend weiterer Handlungsbedarf. Denn mit der aktuellen Situation rund um die Klage gegen den Marktsonntag in Augsburg kann das Citymanagement vieler bayerischer Innenstädte im Moment nicht zukunftsweisend handeln. „Dass die Planungs-Unsicherheit für die Organisatoren auch in Schwaben gegeben ist, zeigt die Klage gegen die Einkaufssonntage in Augsburg“ so die stellvertretende AKCS-Vorsitzende und Vorsitzende der City-Initiative-Donauwörth, Christiane Kickum. 

Das plant die City-Initativive-Donauwörth 

Erste Überlegungen, wie die Marktsonntage erhalten werden können, gibt es bereits. „Wir werden an den künftigen verkaufsoffenen Sonntagen Besucher- und Händler-Befragungen sowie Frequenz-Zählungen durchführen, um bei Bedarf ein adäquates Zahlenmaterial vorlegen zu können", erklärt Kickum.  

Innenstadt-Entwicklung auch bundesweites Problemfeld 

Anlässlich der Jahresversammlung traf sich der Vorstand des AKCS auch mit den Verantwortlichen der Bundesvereinigung City- und Stadtmarketing Deutschland (bcds). So wurde deutschlandweit eine verstärkte Kooperation vereinbart. Denn nur dadurch können diese wichtigen Themen in Sachen strategischer Städte-Entwicklung einheitlich bearbeitet werden. Auf Landes- sowie Bundesebene können die Vertreter der bayerisch-schwäbischen Innenstädte dann auch vor politischen Gremien und der Verwaltung verstärkt zu Wort kommen und ihre Anliegen vertreten.

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