Wasserkraftnutzung

BEW setzt Sanierungs-Maßnahmen an der Donau um

Armin Neudert, Stefan Rößle und Norbert Schürmann stellen neue Bootsanlagestelle vor. Foto: LEW / Christina Bleier
Mit Ölsperren, neuen Anlegestellen und Ufererweiterungen soll die Donau sicherer und zugänglicher werden. LEW-Vorstandsmitglied Norbert Schürmann, Landrat Stefan Rößle und Donauwörths Oberbürgermeister Armin Neudert haben das Projekt nun offiziell vorgestellt.

„Wir wollen Vorbild für die Wasserkraftnutzung der Zukunft sein. Voraussetzung dafür ist eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Kommunen, Behörden, Naturschutz, Fischerei und Einsatzkräften“, erklärt Norbert Schürmann. „Bei der Umsetzung der Maßnahmen in Donauwörth hat diese Zusammenarbeit hervorragend funktioniert. Mit neuen Ideen und Konzepten können wir die nachhaltige Wasserkraft so gemeinsam voranbringen.“

Neue Anlegestelle macht die Donau erreichbarer

Mit einer neuen Anlegestelle können Boote nun direkt vom Bootsanhänger zu Wasser gelassen werden. Die Donau ist dadurch besser erreichbar, wovon zum Beispiel Einsatzkräfte, wie das Technische Hilfswerk (THW) oder die Wasserwacht, aber auch die Fischerei oder Bootsfahrer profitieren. Beim Bau der Boots-Anlegestelle wurden außerdem die Ufer ausgeweitet, sodass der Bereich an Land und im Fluss nun zugänglicher ist. Dort entstanden Flachwasserbereiche, durch die die Donau als Naherholungsziel attraktiver werden soll.

Ölsperren-Vorrichtung hilft Einsatzkräften

Weiter hat die Bayerische Elektrizitätswerke GmbH (BEW) an der Staustufe auch einen Haltepunkt für die Anbringung einer Ölsperre verankert. Dies ist eine Vorrichtung, die im Fall eines Ölunfalls die weitere Verschmutzung des Flusses verhindert. Damit die Einsatzkräfte ihre diese möglichst schnell anbringen können, hat BEW am Ufer eine Ankerplatte aus Beton gesetzt. Daran können Ölsperren befestigt werden.

Das Donau-Areal wird aufgewertet

„Unsere Einsatzkräfte verfügen nun über eine gute und vor allem schnell nutzbare Einsetzstelle für ihre Boote, um Menschenleben zu retten oder die Umwelt zu schützen“, erläutert Armin Neudert. „Diese Maßnahme ist ein weiterer Baustein der Aufwertung des Donau-Areals: Hier vor Ort wird die Donau erlebbarer – angefangen vom Alten Donauhafen, über die neue Boots-Anlegestelle bis hin zu den weiteren Maßnahmen, die wir im Gesamtareal für die kommenden Jahre planen.“

Weitere Projekte in Planung

„Das Maßnahmenpaket an der Staustufe Donauwörth hat Vorbildcharakter: BEW hat in konstruktiver Zusammenarbeit mit allen Beteiligten den Stausee im Sinne des Naturschutzes und der Fischerei aufgewertet und gleichzeitig einen erheblichen Beitrag zur Sicherheit der Bürger geleistet“, betont Stefan Rößle. „Maßnahmen wie diese sind sicher auch für weitere Abschnitte der Donau interessant.“ Bewährt sich das Pilotprojekt, könnte es so auch an anderen Donaustaustufen umgesetzt werden.

Finanzierung durch Förderfonds

Das Maßnahmenpaket wird über den Förderfonds des Ökostromprodukts LEW Strom Aqua Natur finanziert. „Mit LEW Strom Aqua Natur unterstützen unsere Kunden regenerative Energien und fördern gleichzeitig Umweltprojekte in der Region“, sagt Norbert Schürmann.

Über BEW

Die Bayerische Elektrizitätswerke GmbH (BEW) ist ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der Augsburger Lechwerke AG. BEW unterhält und betreibt 36 Wasserkraftwerke an Donau, Günz, Iller, Lech und Wertach. Das Unternehmen erzeugt jährlich rund eine Milliarde Kilowattstunden Strom aus regenerativer Wasserkraft und beschäftigt rund 150 Mitarbeiter.

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