vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.

Positives Fazit: vbw integriert Flüchtlinge in Unternehmen mit „IdA 120“

Symbolbild. Foto: Ingram Publishing / thinkstock

vbw zieht positives Fazit des Modellprojekts „IdA 120“. Rund 35 Asylbewerber konnten bisher erfolgreich in eine Arbeitsstelle, Ausbildung oder Einstiegsqualifizierung vermittelt werden.

Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. zieht ein positives Fazit ihres Modells „IdA 120“. Das Projekt wurde zur Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt ins Leben gerufen. „Wir sind mit 109 Teilnehmern in die Berufsintegrationsphase gestartet. Unsere Vermittlungsquote von 32 Prozent ist überdurchschnittlich“, sagte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt nach Abschluss des neunmonatigen Modellprojekts „IdA 120“.

Projekt wurde auch in Schwaben durchgeführt

Im Vordergrund von „IdA 120“ stehen der Erwerb der deutschen Sprache und Praktikumseinsätze in den beteiligten Unternehmen. Das Projekt richtete sich an Asylbewerber ab 21 Jahren. Die Teilnehmer haben eine hohe Bleibeperspektive in Deutschland. Zudem verfügen sie über gute Vorqualifikationen.

Spracherwerb größte Herausforderung

„Hier muss auch von Seiten der Politik eine bestmögliche Unterstützung geleistet werden“, fordert Brossardt. Zudem ist es wichtig, dass die Kompetenzen der Asylbewerber so früh wie möglich festgestellt werden. „Die kontinuierliche und intensive Betreuung von Asylbewerbern durch persönliche Coaches haben wesentlich zum Projekterfolg beigetragen.“

Freistaat Bayern unterstützt „IdA 120“

Das Projekt wurde gemeinsam von der vbw und den bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbänden bayme vbm finanziert. Auch die Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit und das Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales unterstützen „IdA 120“. Operativ umgesetzt wurde das Projekt durch das Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft.

„IdA 1000“ hat bereits 474 Teilnehmer

Brossardt betonte, dass die Erkenntnisse aus „IdA 120“ weiterentwickelt in die Initiative „IdA – Integration durch Ausbildung und Arbeit“ eingeflossen sind. Die vbw hat dazu mit ihren Partnern ein umfangreiches Maßnahmenpaket mit zwölf Einzelprojekten gestartet. Kernstück ist dabei das Projekt „IdA 1000“. „Damit wollen wir über 1.000 Asylbewerber und Flüchtlinge bei der Integration in den Arbeitsmarkt in allen Regierungsbezirken Bayerns unterstützen. Dies machen wir durch sprachliche und berufliche Qualifizierung, Arbeitserprobung, Kompetenzförderung und Praktika. Das Projekt hat aktuell bereits 474 Teilnehmer“, so Brossardt.

vbw will Flüchtlinge schnellstmöglich beruflich integrieren

Mit dem Projekt IdA BayernTurbo werden jugendliche Flüchtlinge kurzfristig auf eine Ausbildung vorbereitet. Bertram Brossardt betont: „Den Begriff ‚kurzfristig‘ meinen wir wörtlich. Innerhalb von sechs Monaten sollen die Bewerber fit für eine Ausbildungsstelle sein. Das Projekt startete mit einem Sprachkurs im Januar, ein Berufsintegrationskurs mit Praktika beginnt jetzt im März.“ Im Januar startete auch die IdA Ausbilderqualifikation: Dabei handelt es sich um eine Workshop-Reihe für Unternehmensmitarbeiter, die im Umgang mit Flüchtlingen im Unternehmen geschult werden. Aktuell werden 16 Workshops in ganz Bayern durchgeführt.

vbw investiert 6,7 Millionen Euro in Integrations-Projekte

Die vbw legt Wert darauf, die Beschäftigungschancen von Flüchtlingen realistisch einzuschätzen: „Kurzfristig wird für weniger als zehn Prozent der Eintritt in den Arbeitsmarkt möglich sein. Mittelfristig und vor allem langfristig können die Jugendlichen und jungen Erwachsenen einen Beitrag zur Fachkräftesicherung leisten. Erwachsene Asylbewerber werden allerdings selbst langfristig nur schwer in den Arbeitsmarkt integrierbar sein. Die Wirtschaft wird ihren Teil zur Bewältigung dieser gesamtgesellschaftlichen Aufgabe beitragen. Wir investieren dafür mit unseren Projekten rund 6,7 Millionen Euro“, so Brossardt.

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