Jobbörse für Flüchtlinge und Asylbewerber

Dillingen fördert „Eingliederung in den Arbeitsmarkt“

Landrat Leo Schrell. Foto: Landratsamt Dillingen a.d.Donau
In Dillingen soll eine integrative Jobbörse zukünftig Flüchtlingen und Asylbewerbern den Einstieg in das Berufsleben erleichtern. Damit folgt der Landkreis ersten bayerischen Vorbildern.

Für Landrat Leo Schrell kann die Integration von Flüchtlingen und Asylbewerbern nur in gesellschaftlicher Zusammenarbeit gelingen. So müssen auch ehrenamtliche und behördliche Strukturen angepasst werden. Die Unterstützergruppe Asyl/Migration Dillingen e.V. mit Vorsitzenden Georg Schenk geht dabei bereits einen ersten Weg. Mit einer landkreisweiten Jobbörse sollen Asylbewerber und Flüchtlinge zukünftig stärker informiert und unterstützt werden. „Dieser beispielgebende und vorbildliche Einsatz verdient nicht nur Anerkennung und Respekt, sondern insbesondere Unterstützung und letztlich Entlastung“, betont der Landrat.

Dillinger Jobbörse folgt bayerischem Vorbild

Seit mehr als zwei Jahren engagieren sich bereits über 400 Ehrenamtliche im Landkreis Dillingen für die Integration von Flüchtlingen und Asylbewerbern. In Zukunft möchte die Region noch einen weiteren Schritt gehen. Die Idee zur Jobbörse entwickelte Schrenk nach einem Vernetzungs-Treffen des Bayerischen Flüchtlingsrates. Dabei wurde unter anderem auch eine Jobdatenbank aus dem Landkreis Starnberg vorgestellt, die erstaunliche Vermittlungs-Erfolge verzeichnet. Nach diesem Vorbild soll dies nun auch im Landkreis Dillingen umgesetzt werden. „Zielsetzung ist dabei, die Eingliederung in den Arbeitsmarkt“, so Leo Schrell.

Jobbörse eröffnet berufliche Chancen

Denn mit einer beruflichen Beschäftigung können die Inhalte der Sprach- und Integrationskurse erst wirklich praktisch umgesetzt und angewendet werden. „Die von der Unterstützer-Gruppe Asyl/Migration Dillingen und damit vom Ehrenamt getragene Jobbörse ist sehr gut geeignet, um noch mehr Asylbewerbern und Flüchtlingen diese Chance zu eröffnen“, so der Landrat.

So soll die Dillinger Jobbörse funktionieren

Die Jobbörse soll nach folgendem Prinzip ablaufen: Das Kernstück ist eine Jobdatenbank, zu der alle Helferkreise Zugang haben. So kann eine erste geeignete Stelle für den potenziellen Bewerber herausgesucht werden. Der Helfer bekundet anschließend erstes Interesse für diese Stelle und versucht, diese mit dem Arbeits-Suchenden zu besetzen. Während des Vermittlungs-Prozesses wird die betroffene Stelle geblockt und nicht anderweitig besetzt. Je nachdem, ob die Vermittlung anschließend erfolgreich ist oder nicht, wird die Stelle wieder frei geschaltet.

Regionale Wirtschaft kann sich an Integration beteiligen

Um die Jobbörse mit Stellen aller Art füllen zu können, wandte sich Landrat Leo Schrell auch an die regionale Wirtschaft. Denn nur mit deren Unterstützung können offene Stellen über die geplante Jobbörse kommuniziert werden. Dabei verweist der Landrat vor allem auf die hohe Motivation der jungen Asylbewerber und Flüchtlinge. Jede zur Verfügung gestellte Beschäftigungs-Möglichkeit stelle dabei einen wichtigen Beitrag zur Integration dar.

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