Wohnungs-Mangel

Aufwendige Sanierung schafft Wohnraum in Lauingen

Lauingens 2. Bürgermeister Dietmar Bulling und das Bauherren-Ehepaar Ursula und Engelbert Kigele. Foto: Stadt Lauingen (Donau)
Das historische Gebäude in der Albertusstraße ist fast fertig: In direkter Nachbarschaft zum Rathaus wurde der Altbau aus dem Jahr 1425 nun aufwendig saniert. Entstanden sind mehrere barrierefreie Wohnungen in zentraler Lage.

Das Haus kann auf eine fast 600-jährige Geschichte zurückblicken. Über die Jahrhunderte lebten hier Handwerker und übten ihr Gewerbe aus, dann stand das Haus lange Zeit leer. Schließlich nahm sich das Lauinger Ärzte-Ehepaar Kigele dem Gebäude an. Sie kauften und sanierten dieses zusammen mit dem Architekturbüro DBW aus Haunsheim. Die Städtebauförderung unterstützte finanziell das Engagement des Ehepaares mit 20 Prozent der Investitionssumme. Davon kamen 60 Prozent von der Regierung von Schwaben und 40 Prozent von der Stadt Lauingen.

Über zweijährige Sanierung

Die Donaustadt hat viel Potenzial fürs moderne Wohnen und Leben mitten in der Stadt, davon ist das Bauherren-Ehepaar überzeugt. „Unsere Liebe zu Lauingen war mit ausschlaggebend für das Bauvorhaben, in der über zweijährigen Sanierung steckt richtig viel Herzblut drin“, erzählt Dr. Ursula Kigele. „Das war uns die ganze Arbeit, die Zeit und die vielen Verhandlungen mit dem Denkmalschutz wert.“ Gemeinsam mit ihrem Ehemann Engelbert hat sie in Lauingens Innenstadt investiert.

Barrierefreie Wohnungen mit modernster Technik

Die letzen Baumaßnahmen stehen zwar noch aus, doch schon jetzt wirkt das Gebäude von außen und innen wieder ansehnlich: An der Außenfassade sind Fensterläden in Petrol zu sehen und die Westfassade ist in hellblau gehalten. Innen sind auf vier Etagen drei Wohnungen auf modernstem Neubau-Niveau entstanden. Sie sind zwischen 86 und 150 Quadratmeter groß. Das ganze Haus wurde entkernt, Höhenunterschiede ausgeglichen, neue Decken eingezogen, und modernste Technik installiert. Klimafreundliche Kokosfaser dämmt das hohe Dach über zwei Etagen mit Fenstergauben. So soll ganzjährig für angenehme Raumtemperaturen gesorgt werden. „Die Treppe haben wir nach außen verlegt, um innen den Raum optimal zu nutzen“, sagt Dr. Ursula Kigele. Zur neuen Treppe an der Ostfassade gehört auch ein Aufzug, er macht das komplette Gebäude barrierefrei. Einen Garten gibt es in der Albertusstraße 5 auch, ebenso wie Stellplätze für Autos.

„Wohnen mitten in der Stadt für jede Generation attraktiv“

„Genau so funktioniert urbanes Wohnen mit hoher Lebensqualität“, kommentierte Lauingens zweiter Bürgermeister Dietmar Bulling. „Kurze Wege mit guter Grundversorgung und hohem Freizeitwert machen das Wohnen mitten in der Stadt für jede Generation attraktiv.“ Die Bauplätze im Umland seien knapp, das Zentrum erlebe so sein verdientes Comeback.

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