Schneider Geiwitz & Partner

Vier Millionen Euro für Ex-Walter Bau-Mitarbeiter

Die Ex-Mitarbeiter der Walter Bau AG dürfen sich über weitere Zahlungen freuen. Foto: Andreas-hermsdorf / pixelio.de

Die ehemaligen Mitarbeiter der Walter Bau AG erhalten eine weitere Zahlung. Dies geht aus den über 4.000 Schreiben hervor, die Insolvenzverwalter Werner Schneider kürzlich verschickte.

von Rebecca Weingarten, Online-Redaktion

Erfreuliche Nachricht für die früheren Beschäftigen der insolventen Walter Bau AG: Der Insolvenzverwalter Werner Schneider verschickte in den vergangenen Wochen 4.188 Schreiben. Schneider informierte darin über die Auszahlung einer weiteren Rate der Ansprüche aus dem vereinbarten Sozialplan.

Ex-Walter Bau-Mitarbeiter erhalten vier Millionen Euro

„Wir haben in diesem zweiten Schritt knapp vier Millionen Euro an die früheren Beschäftigten der Walter Bau AG ausgezahlt, inzwischen sind alle Überweisungen erfolgt“, erklärte der Wirtschaftsprüfer Werner Schneider, Insolvenzverwalter von der Kanzlei Schneider Geiwitz & Partner. Mit der zweiten Teilzahlung sind nunmehr rund 35 Prozent der Ansprüche aus der Sozialplan-Vereinbarung befriedigt. Die bislang insgesamt ausgezahlte Summe beläuft sich auf fast 13 Millionen Euro.

Insolvenzverfahren: „Ziellinie schon vor Augen“

Werden in Zukunft weitere Teilzahlungen an die früheren Beschäftigten erfolgen? Dies steht nach Einschätzung von Insolvenzverwalter Werner Schneider derzeit noch nicht fest. Hier sei es für eine verlässliche Prognose zu früh. Aktuell wird in der Kanzlei Schneider Geiwitz & Partner der Schlussbericht für das Insolvenzverfahren der Walter Bau AG erstellt. In der verbliebenen Rumpfgesellschaft sind noch sieben Mitarbeiter beschäftigt. Sie nehmen die Abwicklung vor. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Klärung von Gewährleistungsansprüchen und Avalkredit-Forderungen. „Wir sind in der Schlussrechnung und haben die Ziellinie schon vor Augen“, so Wirtschaftsprüfer Werner Schneider weiter.

Walter Bau: einst größter Baukonzern Deutschlands

Walter Bau mit Sitz in Augsburg war Mitte der neunziger Jahre der größte Baukonzern Deutschlands. Das Unternehmen gehörte sogar zu den fünf größten Baukonzernen in Europa. Trotz dieser wirtschaftlich starken Situation kürzten mehrere Banken der Walter Bau AG im Jahr 2000 die vorhandene Bürgschaftslinie drastisch. Innerhalb weniger Monate hatte die Walter Bau AG ihre liquiden Mittel aufgebraucht. Im Februar 2005 beantragte der Vorstand der Walter Bau AG die Insolvenz. Ignaz Walter, zuletzt Vorsitzender des Aufsichtsrats der Walter Bau AG, hat ein Buch über das Unternehmen geschrieben. In dem dreibändigen Werk geht es um die Geschichte von Walter Bau, vom Konzernaufbau bis zur –vernichtung.

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