Gutes erstes Halbjahr

Strategische Neuausrichtung von SGL trägt Früchte

Dr. Jürgen Köhler, Vorstandsvorsitzender der SGL Group. Foto: SGL
Die SGL Group hatte ein gutes erstes Halbjahr 2017. Umsatz und Profitabilität haben sich deutlich verbessert. Welche Rolle der Standort Meitingen dabei spielt.

Die Umsätze aus fortgeführten Aktivitäten lagen bei 435,3 Millionen Euro und damit um knapp 15 Prozent über dem Vorjahr. Treiber für das Wachstum waren die Marktsegmente Energie, Digitalisierung und Industrielle Anwendungen. Beide Geschäftsbereiche, Composites – Fibers & Materials (CFM) und Graphite Materials & Systems (GMS), steuerten mit zweistelligen Wachstumsraten dazu bei. Der Bereich CFM ist seit Anfang 2016 in Meitingen angesiedelt.

SGL-Standort Meitingen wird zunehmend wichtig

„Wir haben im zweiten Quartal an den guten Jahresstart angeknüpft“, sagt Dr. Jürgen Köhler, Vorstandsvorsitzender der SGL Group. „Das zeigt, dass unsere Konzentration auf die Wachstumstrends Mobilität, Energieversorgung und Digitalisierung die richtige Entscheidung ist. Mit unserer strategischen Neuausrichtung sind wir nun auf der Zielgeraden. Mit dem vollständigen Verkauf unseres ehemaligen Geschäftsbereichs Performance Products konzentrieren wir uns jetzt voll auf unsere Wachstumsgeschäfte Composites – Fibers & Materials und Graphite Materials & Systems.“

SGL investiert in Forschung und Entwicklung am SGL-Standort Meitingen

In Meitingen errichtet SGL derzeit das Lightweight and Application Center. Vor allem für die Entwicklung des zukünftigen Geschäfts mit der Automobil- und der Luftfahrtindustrie ist dies bedeutend. Das LAC ermöglicht künftig die Entwicklung von Prozessen und Produkten. Derzeit steht das Projekt jedoch in der Bilanz der Verbesserung in allen Marktsegmenten entgegen.

SGL verkauft ehemaligen Geschäftsbereich für 600 Millionen Euro

Am 8. August 2017 hat die SGL Group bekanntgegeben, dass das Geschäft mit Kathoden, Hochofenauskleidungen und Kohlenstoffelektroden an von Triton beratende Fonds veräußert wurde. Beide Vertragsparteien haben sich auf einen Unternehmenswert von 250 Millionen Euro geeinigt. Das Closing hierfür wird – ebenso wie das Closing für den schon erfolgten Verkauf des Graphitelektrodengeschäfts an Showa Denko – noch in diesem Jahr erwartet. Mit diesen beiden Transaktionen wurde der ehemalige Geschäftsbereich Performance Products zu einem Unternehmenswert von insgesamt 600 Millionen Euro verkauft.

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