Fahrradfreies Haltestellen-Dreieck am Kö

Stadtwerke stellen Augsburgs erste Fahrrad-Waschanlage vor

Dr. Walter Casazza, swa Geschäftsführer, übergibt das frigeschwaschene Rad. Foto: Isabell Walter/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Sicherheit geht vor: Unter dem Motto „Ich schiebe Dich“ starten die Stadtwerke Augsburg (swa) deshalb eine Aktion gegen Radfahren am Kö-Dreieck. Aus diesem Anlass haben die Stadtwerke heute Augsburgs erste Fahrrad-Waschanlage in Betrieb genommen.

„Mit der Aktion ‚Ich schiebe Dich‘ wollen wir ein Zeichen setzen. Radfahrer sollen so auf das Sicherheits-Risiko, am Kö-Dreieck zwischen Bussen und Straßenbahnen zu radeln, aufmerksam gemacht werden“, erklärt Dr. Walter Casazza, swa Geschäftsführer. „Wir wollen einerseits sympathisch auf das Verbot aufmerksam machen, andererseits das Fahrradfahren als wichtigen Baustein der Mobilität in Augsburg fördern“, so Casazza.

Auftakt der Aktion „Ich schiebe Dich“

„Wir haben von unseren Fahrern immer häufiger Meldungen bekommen, dass auf den Gleisen und Bahnsteigen im Haltestellen-Dreieck Radler fahren“, so der swa Geschäftsführer. „Es ist klar, dass das schnell gefährlich werden kann“, unterstreicht Casazza die Sicherheits-Bedenken. Mit dem Wortspiel „Ich schiebe Dich“ auf den Karten werden die Radler aufgefordert abzusteigen oder die Fahrradwege zu benutzen. Die Aktion läuft über mehrere Wochen. Neben der persönlichen Ansprache und der Verteilung der Karten sollen in weiteren Schritten Piktogramme auf dem Boden oder Plakate angebracht werden.

Dr. Walter Casazza, swa Geschäftsführer, mit der neuen Fahrrad-Waschanlage. Foto: Isabell Walter/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

Waschbürsten und Ultraschall reinigen die Fahrräder

Dennoch betont Casazza, dass die swa nicht gegen Fahrradfahrer sind, sondern diese als Bestandteil der Augsburger Mobilität fördern wollen. So wird der heutige Freitag genutzt, um die neue Fahrrad-Waschanlage vorzustellen. Radfahrer die heute am Kö-Dreieck ihr Fahrrad schieben und eine Aktions-Karte erhalten, können ihr Fahrrad kostenlos in der Waschanlage reinigen lassen. Die Waschanlage wurde von Stefan Sarfert, einem Maschinenbauingenieur aus München entwickelt. So wird das Rad durch sensorgesteuerte Waschbürsten und Ultraschall gereinigt. Entsprechende Anlagen filtern und recyceln. Für die Reinigung wird ein mildes, ökologisch abbaubares Reinigungsmittel eingesetzt. Auf diese Weise wird das Fahrrad in rund drei Minuten gründlich und umweltschonend gereinigt.

Fahrrad-Waschanlage bei künftigen swa-Aktionen im Einsatz

Die Fahrrad-Waschanlage muss, wie auch eine Auto-Waschanlage, von Personal bedient werden. Auch getrocknet wird das Rad manuell. Die bisherigen rund 20 Fahrrad-Waschanlagen sind Einzelanfertigungen. Die portable Anlage, die heute am Augsburger Königsplatz aufgebaut ist, ist gemietet und soll in Zukunft für swa-Aktionen eingesetzt werden. Auch ist nicht ausgeschlossen, dass die swa in eine eigene Fahrrad-Waschanlage investieren.

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