Universität Augsburg

Sonntag & Partner zeichnet Augsburger Doktorin mit Dissertationspreis aus

Sonntag & Partner vergibt Dissertationspreis an Augsburger Doktorin. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

Was bringt die Kaufpreisallokation bei Zusammenschlüssen von Unternehmen? Dieser Frag ging Dr. Bettina Schabert in ihrer Dissertation am Augsburger Lehrstuhl für Wirtschaftsprüfung und Controlling nach. In ihrer Doktorarbeit gibt sie nun Antworten auf bisher unbeantwortete Fragen. Dieses Ergebnis zeichnete auch die Kanzlei Sonntag & Partner mit dem Dissertationspreis aus.

von Iris Zeilnhofer, Online-Redaktion

Durch internationale Reformen bei der Bilanzierung von Unternehmens -Zusammenschlüssen im Jahr 2001, wurde die Aufgliederung der einzelnen Komponenten des bezahlten Kaufpreises sehr umfangreich. Wann und in welchem Umfang diese Kaufpreisallokation und der damit verbundene Aufwand nützlich ist, ging Dr. Bettina Schabert in ihrer Dissertation nach.

Reformen schreiben Kaufpreisallokation vor

Grund für die internationalen Reformen war ein großer Anstieg von Unternehmens-Zusammenschlüssen in den letzten Jahrzehnten. Mit Blick auf die zu erwartenden Vorteile einer Akquisition, werden hier häufig Kaufpreise bezahlt, die den Substanzwert des übernommenen Vermögens signifikant übersteigen. Bei der Bilanzierung wird dies Differenz zwischen Kaufpreis und Substanzwert als „Goodwill“ bezeichnet. Er muss abgeschrieben werden, wenn sich die erwarteten Vorteile nicht materialisieren. Seit der Reformierung kommt es nun zu einer detaillierten Kaufpreisallokation. Dabei wird der Aufpreis, der über die bilanzierte Substanz hinaus bezahlt wurde, auf einzeln identifizierbare Vermögenswerte und Schulden allokiert. So geht nur ein verbleibender, unerklärter Rest als „Goodwill“ in die Konzernbilanz ein. Doch lohnt sich das?

Dr. Bettina Schabert geht Fragen nach dem Nutzen auf den Grund

„Fundierte Antworten auf diese Fragen hat es bislang nicht gegeben“, erläutert Schaberts Doktorvater Prof. Dr. Wolfgang Schultze vom Augsburger Lehrstuhl für Wirtschaftsprüfung und Controlling. Dabei ging seine Studentin den Fragen „Was bringt dieser Mehraufwand?“ und „Welchen greifbaren Nutzen hat die Kaufpreisallokation?“ nach. Auf Basis einer großzahligen empirischen Untersuchung habe Bettina Schabert nun überzeugend nachgewiesen, dass die Informationen, für Investoren durchaus aufschlussreich und relevant sind. Die detaillierten Kaufpreisallokationen in einer Bilanz können einer besseren Abschätzung der Erfolgsaussichten eines Unternehmens-Zusammenschlusses dienen.

Sonntag & Partner vergibt Dissertationspreis an Dr. Schabert

Für ihre Antworten erhielt Dr. Schabert nun nicht nur ihren Doktortitel, sondern auch den Dissertationspreis der Augsburger Kanzlei Sonntag & Partner. Die Auszeichnung geht jährlich wechselnd an herausragende Doktorarbeiten der Wirtschaftswissenschaftlichen und der Juristischen Fakultät der Universität Augsburg.

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