Trinkwasser-Schutzgebiet

Sanierung des Stempflesees steht vor dem Abschluss

Der Augsburger Stempflesee im Siebentischwald. Foto: Bernd Jaufmann
Die Sanierungsarbeiten am Stempflesee liegen in den letzten Zügen. Die Uferverbauungen werden zeitnah abgeschlossen und die herausragenden Pfähle auf eine Höhe gekürzt. Das bei den Bauarbeiten entdeckte asche- und schlackehaltige Material wurde nun ebenfalls untersucht. Die Ergebnisse sind eindeutig.

Laut der Bodenuntersuchung im Auftrag der Forstverwaltung stellen die angetroffenen Schadstoffe kein Risiko für das Trinkwasser-Schutzgebiet dar. Der sogenannte Lösch wurde nach dem Krieg üblicherweise als kostengünstiges Material für Wege verwendet. Die Abteilung Bodenschutz- und Abfallrecht des Umweltamt wurde dennoch vorsichtshalber eingeschaltet, um die Verträglichkeit für Mensch und Natur zu klären.

Lösch nur partiell vorhanden

Die Untersuchungsergebnisse und das Gutachten des Sachverständigenbüros Dr. Schönwolf GmbH & Co KG sowie die Einschätzung des Umweltamtes waren dabei eindeutig. Ziel der Untersuchungen war es, abzuschätzen, ob das vormals eingebrachte Material eine Gefährdung für das Grundwasser oder den Menschen darstellt. Durch die Bodenuntersuchungen konnte festgestellt werden, dass der Lösch nur partiell in den Wegen um den Stempflesee eingebracht wurde. Mittels Auswaschungstests konnte nachgewiesen werden, dass keine Freisetzung relevanter Schadstoffanteile durch Niederschlagswasser ins Grundwasser erfolgte.

Aufgrund der geplanten Ausgestaltung der Wege wird ein Kontakt des Menschen zusätzlich durch den Auftrag einer wassergebundenen Deckschicht verhindert. Ein Ausbau des asche-/schlackehaltigen Materials ist aus bodenschutzrechtlicher Sicht nicht erforderlich.

Wasser fließt stufenweise in den See zurück

Wenn die Uferverbauungen abgeschlossen und die Pfähle gekürzt sind, kann auch das Wassers wieder in den Stempflesee eingelassen werden. Dies geschieht nach Auskunft des beauftragten Planungsbüros Eger und Partner stufenweise: Zum einen, um die Flutung der Uferverbauung zu beobachten, zum anderen, um eine kontrollierte Sedimentierung für den See zu erreichen. Als abschließende Maßnahme werden Teile der Wege auf die Höhe der neuen Uferverbauung angeglichen. In diesem Zuge wird der Lösch, falls an den Stellen vorhanden, entfernt. Die am direkten Wegrand stehenden Bäume und deren Wurzeln werden bei dem Eingriff besonders berücksichtigt. Zur Überwachung wurde deswegen zusätzlich zum Amt für Grünordnung und Naturschutz eine Fachfirma hinzugezogen.

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