Übergangs-Vertrag mit Bayerische Regiobahn

Regionalbahn: „Augsburger Netze“ können doch erst 2021 anlaufen

Ein frisch beklebtes Fahrzeug der BRB. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Die Bayerische Regiobahn GmbH (BRB) hat den Zuschlag für den Weiterbetrieb der Strecken von Augsburg nach Weilheim, Schongau, Ingolstadt und Eichstätt erhalten. Der Übergangs-Vertrag läuft bis Dezember 2021. Erst dann können die „Augsburger Netze“ starten.

Die betroffenen Strecken bilden gemeinsam das sogenannte Dieselnetz Augsburg II. Grund für den Übergangsvertrag von Dezember 2019 bis Dezember 2021 sind Verzögerungen im Wettbewerbs-Projekt „Augs­burger Netze“. Denn der laufende Vertrag für das Dieselnetz Augsburg II endet zum Fahrplan­wechsel im Dezember 2019, das neue Projekt wird den Weiterbetrieb zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht starten können.

BRB bleibt weiterhin Betreiber

Die „Augsburger Netze“ können noch nicht anlaufen, da sich der Schie­nen-Per­so­nen­fern­verkehr durch die Fertig­stellung von Stuttgart 21 und der Neubau­strecke Stuttgart – Ulm wesentlich ändern wird. Diese Veränderungen haben Einfluss auf das Wettbewerbsprojekt „Augsburger Netze“, die in der Ausschreibung berücksichtig werden sollen. Um die damit entstandenen Verzögerungen abzufangen, wird die Bayerische Regiobahn das Dieselnetz Augsburg II übergangsweise weiterhin betreiben. Der Zuschlag vom Freistaat Bayern konnte erst gestern, am 17. Juli, erteilt werden. Bis dahin hatten die unterlegenen Bieter die Möglichkeit, Einspruch zu erheben.

Geringfügige Änderungen im Betriebsablauf

Das Dieselnetz Augsburg II Übergang umfasst mehr als drei Millionen Zugki­lo­meter pro Jahr. Eingeschlossen sind dabei die Strecken von Augsburg nach Weilheim, Schongau, Ingolstadt und Eichstätt. Bis zum Start der „Augsburger Netze“ wird das heutige Betriebskonzept der BRB mit geringfügigen Änderungen weitergeführt. Der Fahrplan entspricht damit in der ersten Betriebs­stufe ab Ende 2019 dem Heutigen. Dabei kommt bei der Paartalbahn der Halte­punkt „Brunnen“ neu hinzu. In der zweiten Betriebs­stufe ab Ende 2020 müssen verschiedene Fahrplanzeiten angepasst werden, um schnelle Anschlüsse nach München sicherzustellen.

Fahrscheinerwerb bleibt unverändert

Beim Kauf von Fahrscheinen müssen sich die Fahrgäste auf keien Veränderungen einstellen. So sind die Fahrzeuge der Bayerischen Regiobahn schon heute mit Fahrausweis-Automaten ausgerüstet. Dieser Vertriebsweg wird auch im Übergangs­vertrag fortge­setzt. Fahrausweise können auch weiterhin an stationären Automaten und im personenbedienten Verkauf erworben werden. Weiterhin bleiben auch die Möglichkeiten des Fahrscheinerwerbs über eine Handy-App und über den Web-Shop des Unter­nehmens erhalten.

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