IHK Schwaben

Premiere: Erster Augsburger E-Commerce-Tag soll Händler stärken

Der erste E-Commerce-Tag Schwaben fand am 26. September 2017 in Augsburg statt. Foto: Weingarten / B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Am 26. September 2017 kamen rund 150 Händler in den Räumen der IHK Schwaben zusammen. Gemeinsam mit Experten diskutierten sie über die Herausforderungen des digitalen Wandels für den Handel – aber auch über die Chancen.

André Köhn, Geschäftsfeld Handel und Verkehr der IHK Schwaben, und Hermann Hutter, Vorsitzender der IHK-Regionalversammlung Günzburg, begrüßten die zahlreichen Gäste. Die Idee hinter der Veranstaltung: Handelsbetriebe können wachsen, wenn sie die digitale Herausforderung annehmen. Best-Practice-Beispiele erfolgreicher Händler aus Schwaben sollten dies veranschaulichen.

Zunehmender Fachkräftemangel

„Der Kontakt zum Kunden ist wichtig. Inzwischen wird dieser aber nicht mehr ausschließlich über die Ladentüre, sondern vor allem auch digital hergestellt“, wandte sich Hermann Hutter an die Gäste. Gleichzeitig betonte er: „Digitalisierung ist Chefsache.“ Nur so ließe sich der Digitalisierungs-Prozess vorantreiben. Besonders prekär: Auch im Handel spielt der zunehmende Mangel qualifizierter Fachkräfte eine Rolle. Um dem entgegenzuwirken, bietet die IHK Schwaben ab nächstem Jahr einen neuen Ausbildungsberuf an, den Kaufmann für E-Commerce.

Erster schwäbischer E-Commerce-Tag in Augsburg

Händler beklagen sinkende Kundenzahl

„Der E-Commerce verändert den Handel und damit auch die Städte“, erklärte Hutter, „die Händler klagen, dass sowohl in den Innenstädten als auch in den Einkaufszentren die Besucher-Frequenz zurückgeht.“ Menschen über mobile Kanäle zu mobilisieren, damit sie in den Innenstädten einkaufen, sei eine große Herausforderung. „Dieser Punkt wird bisher noch von vielen Städten vernachlässig“, sagte Hutter.

Günzburg geht mit gutem Beispiel voran

Günzburg hat hier eine Vorreiterrolle übernommen. Vom Freistaat Bayern hat die Große Kreisstadt den Zuschlag für das Projekt „Digitale Einkaufsstadt“ erhalten. Ziel ist es, innovative, digitale Anwendungen im Einzelhandel zu entwickeln, um so den Online- und den Offline-Handel verträglich und sich einander ergänzend zu gestalten. So soll auch die Innenstadt gestärkt werden. Erste Erfolge gibt es bereits. „Die Händler müssen ihre eigene Zukunft sichern“, sagte Hutter. Dazu gehöre gegebenenfalls auch, die Öffnungszeiten anzupassen: „Wenn die Läden am Samstagmittag schließen, ist es klar, dass die Kunden am Samstagnachmittag woanders einkaufen.“

Gemeinsam neue Ideen entwickeln

Prof. Dr. Klaus Gutknecht von elaboratum aus München bot mit seinem Expertenwissen einen Blick hinter die Kulissen des E-Commerce. In der anschließenden Podiumsdiskussion ging es um die Frage „Was bedeutet Digitalisierung im Handel für Kunden, Management, Mitarbeiter?“ Dem stellten sich Hermann Hutter, Hutter Trade, Stafen Mues, BecomeZ, Marcus Vorwohlt, Textilhaus Rübsamen und Martin Groß-Albenhausen, Bundesverband E-Commerce & Versandhandel. In den Foren ging es um spezielle Herausforderungen und erfolgreiche Beispiele, wie diesen getrotzt werden kann.

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