pm-forum augsburg

pm-forum Augsburg zum Thema Change Management: „State-of-the-Art“ ist „Old School“

Auf dem pm-forum Augsburg Vortrag zum Change Management. Foto: pm-forum

Das Projektmanagement-Forum Augsburg hatte vergangene Freitag Dr. Hans-Ulrich Streit vom Terra Institut Brixen zu Gast. Dieser referierte vor gut 20 Interessenten über den „State of the Art“ im Change Management. Dabei ging er auch auf die dafür nötigen Tools ein und in welchem Kontext sie sich eigneten, beziehungsweise nicht zielführend sind.

von Iris Zeilnhofer, Online-Redaktion

Im neusten vom Projektmanagement-Forum Augsburg ausgerichteten Vortrag konnten sich Interessenten zum Thema „Projektmanagement im Never-ending-Change“ informieren lassen. Dazu hatte das pm-forum Dr. Hans-Ulrich Streit vom Terra Institut Brixennach Augsburg geladen. In seinem dreigegliederten Vortrag stellte Dr. Streit am 26. Februar zunächst den „State of the Art“ im Change Management vor.

Dr. Streit: „State-of-the-Art“ ist „Old School“

Dr. Streit definierte in seiner Einleitung Change-Management im Wesentlichen als die Verbindung einer Organisationsentwicklung mit dem Projektmanagement. Während solche Change-Projekte früher eher selten zum Berufsalltag gehörten, stellen laufende Change-Projekte für heutige Unternehmen den Normalzustand dar. Oft liefen diese sogar in Form mehrerer parallel laufender Change-Projekte ab. Die „State-of-the-Art“ – Erfolgsregeln für Change Mangement von John Kotter – und die Veränderungskurve mit dem „Tal der Tränen“, welches Betroffene im Change-Prozess durchschreiten, bezeichnete Herr Dr. Streit provokant als „Old School“. Dem permanenten Change sollte laut Streit durch neue Ansätze begegnet werden. Diese wiederum würden durch Berücksichtigung von Unternehmenskultur, Mitarbeiterwissen und Change-Erfahrung zu einer Organisationskultur mit Veränderungskompetenz führen.

Moderne und postmoderne Organisationen brauchen alternative Change-Konzepte

Warum das nötig sei, erklärte Dr. Streit am Modell von Unternehmen im Laufe der geschichtlichen Entwicklung. Diese hatte Frederic Laloux in seinem Buch „Reinventing Organizations“ bereits zusammengestellt. Während der „State-of-the-Art“ auf traditionelle Unternehmen zugeschnitten ist, bräuchten moderne und postmoderne Organisationen andere Change-Konzepte. Insbesondere die moderne, auf Wachstum und Effizienz ausgerichtete Organisation befände sich im permanenten Change, bei dem die bewährten Rezepte nur bedingt helfen. Gleiches gelte für postmoderne, wertorientierte Organisationen. Hier identifizieren sich Mitarbeiter nur über eine andockbare Organisationskultur und Empowerment.

Change-Vorhaben oft zu starr bei Wechselwirkungen und Widerständen

Im abschließenden Teil des Vortrags beleuchtete Dr. Streit die Kernbestandteile des Projektmangements unter dem Blickwinkel von Change-Vorhaben. Vor allem während des Projektablaufs würden Wechselwirkungen und Widerstände zu Situationen führen, in denen klassisches Projektmanagement zu starr agiert. Am Ende seines Vortrages stand Dr. Streit den Teilnehmern der pm-forum Veranstaltung Rede und Antwort auf alle Fragen.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
nach oben