MAXENERGY GmbH

MAXENERGY: Reiner Atomstrom für Augsburg

MAXENERGY bietet ab sofort einen Stromtarif aus 200 Prozent Atomenergie an. Foto: TomasSereda / iSTock / thinkstock

Viele regionale Energiedienstleister testen aktuell zahlreiche innovative Konzepte, um die Energiewende voranzutreiben. MAXENERGY, Energieversorger aus Augsburg, hingegen geht einen anderen Weg. Mit MAXATOMSTROM setzt das Unternehmen auf einen Stromtarif aus 100 Prozent Atomkraft. 

von Sandra Hinzmann, Online-Redaktion

2022 werden die letzten Kernkraftwerke in Deutschland schließen. Doch wieso nicht die Zeit bis dahin nutzen? Das dachte sich wohl der Augsburger Energieversorger MAXENERGY GmbH und gründete kurzerhand die Tochterfirma MAXATOMSTROM, bei der interessierte Kunden künftig Strom aus 100 Prozent Atomenergie beziehen können. In Zeiten der Energiewende eine mutige Angelegenheit, ist die Kernenergie in den letzten Jahren doch sehr verwerflich geworden. Doch für die Betreiber gibt es gute Gründe, Strom aus Kernenergie zu beziehen. Jan Pflug, Pressesprecher von MAXENERGY erklärt, wieso sie künftig reinen Atomstrom aus der Schweiz anbieten.

Mit dem Atomanstieg steigt die Zahl CO2-ausstoßender Kohlekraftwerke

„Bis 2020 wollen wir den Ausstoß des klimaschädlichen CO2 um 40 Prozent gegenüber 1990 verringern. Um diese Herausforderung zu meistern, ist es notwendig, sämtliche CO2-armen Energiequellen zu nutzen. Dazu gehört nicht nur Wind, Sonne, Wasserkraft und Biomasse, sondern auch Kernenergie, die wir unseren Kunden künftig anbieten wollen“, erklärt Pflug. Mit dem Atomausstieg sei Deutschland allerdings nicht den Weg in eine CO2-arme Zukunft gegangen – im Gegenteil, wie Pflug erklärt. Denn seitdem erleben Kohlekraftwerke eine wahre Renaissance und die setzen sehr große Mengen an CO2 frei. Auch die Bundesregierung hat erkannt, dass so die Klimaschutzziele nicht erreicht werden können.

Atomtarif pünktlich zur Klimakonferenz

MAXATOMSTROM möchte seinen Beitrag dennoch leisten, und den COA-freundlichen Atomstrom anbieten. Ab Dezember ist der Tarif daher auf der Unternehmenswebsite verfügbar, pünktlich zur UN-Klimakonferenz in Lima. Kostentechnisch bewegt sich der Tarif im Rahmen von Ökostrom. Kunden des Atomstrom-Tarifs können ihren CO2-Verbrauch von knapp 2 Tonnen auf 20 Kilogramm pro Jahr senken, erklärt Pflug.

Namhafte Wissenschaftler befürworten Atomenergie

Auch namhafte Umweltaktivisten sprechen dem Atomstrom positive Eigenschaften zu. Greenpeace-Gründer Patrick Moore erklärte gegenüber MAXATOMSTROM, dass „Kernenergie ohne Zweifel der effektivste und effizienteste Weg ist, den Einsatz fossiler Energieträger zu verringern“. Selbst Sigmar Gabriel verkündete kürzlich, dass es eine Illusion sei, zu glauben, dass Deutschland gleichzeitig aus der Kernkraft und Kohle aussteigen könne. Und auch Physik-Nobelpreisträger Burton Richter weiß, dass „die Kernenergie derzeit eine der kostengünstigsten und sichersten Alternative zu unserem derzeitigen Energiemix darstellt. Wir sollten die Kernenergie energisch ausbauen“.

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