Projekte mit der Hochschule Augsburg

Logistik-Lösungen: Grenzebach wagt den nächsten Schritt

Ingrid Eibner, Logistik Cluster Schwaben, und Frédéric Erben, Grenzebach. Foto: Iris Zeilnhofer/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Der Maschinenbauer aus Hamlar geht den nächsten Schritt im Zuge der Industrie 4.0: Neben Anlagen beschäftigt sich Grenzebach seit geraumer Zeit auch mit automatisierten Logistiklösungen. Diesen Sektor intensivierte das Unternehmen zusammen mit der Hochschule Augsburg nun.

22 Studierende der Hochschule Augsburg beschäftigten sich im Vertiefungsmodul „Logistik & Supply Chain Management“ mit den Automatisierungs-Potenzialen in der Logistik. Unter der Leitung von Prof. Dr. Michael Krupp suchten diese nach Möglichkeiten, logistische Prozesse zu automatisieren. Dazu arbeiteten die Studenten mit vier Partner-Unternehmen aus Bayerisch-Schwaben zusammen. Mit der Günzburger Steigtechnik, MAN Diesel und Turbo, der BMK Group sowie der Rapunzel Naturkost erarbeiteten sie verschiedene Konzepte. Die Studenten griffen dabei unter anderem auf AGVs (Automated Guided Vehicles) von Grenzebach zurück. Das Unternehmen prämierte schließlich auch die besten Entwürfe am 12. Juni bei einem Themen-Nachmittag am Hauptsitz in Hamlar.

Alte Tunnelsysteme und neue Routenzüge unter den besten Ideen

Für das kreativste Konzept wurden Merve Altintop, Sandra Bürger und  Jacqueline Trischler ausgezeichnet. Sie hatten die Nutzung alter Tunnelsysteme aus dem zweiten Weltkrieg für den Warentransport bei MAN Diesel & Turbo in Augsburg beleuchtet. Den Preis für das beste Vorhaben gewannen Ronja Ege, Caroline Seiler, Julian Kohl und Alexander Poclitariu. Sie evaluierten den Einsatz von fahrerlosen Grenzebach-Routenzügen im Logistikzentrum der Rapunzel Naturkost.

Die Gewinner-Teams zusammen mit Prof. Krupp (links) und Frédéric Erben (rechts). Foto: Grenzebach

Experten diskutieren die Logistik der Zukunft

Im Vorfeld der Preisverleihung ging Grenzebach zusammen mit dem Logistik Cluster Schwaben auf dem Themen-Nachmittag der Frage nach, wo genau diese Potenziale für eine automatisierte Logistik liegen. Experten aus Industrie und Forschung präsentierten dazu ihre Lösungsansätze und warfen einen Blick in die Zukunft: Wie wird Logistik künftig aussehen?

Automatisch von der Anlage bis zur Logistik

Grenzebach hatte sich dieser Frage bereits vor einigen Jahren angenommen. Seither wurden verschiedene mobile Roboter-Modelle entwickelt und auf den Markt gebracht. Stapler, Schlepper und Lastenträger zählen zu den fahrerlosen Transportsystemen mit denen Grenzebach sein Angebot ergänzt. Ein logischer Schritt, wie Frédéric Erben, Unternehmenskommunikation Grenzebach, erklärt. Statt nur Anlagen für Produktlinien zu entwickeln, stellte sich das Unternehmen die Frage, was anschließend mit der Ware geschieht. Daraus entstand das Segment Intralogistik. Das Zukunftsfeld wurde im neuen Innovation Center in Hamlar gebündelt.

Das neue Innovation Center von Grenzebach

Grenzebach setzt auf Zukunfts-Themen

Das Innovation Center ist die neuste Halle des Unternehmens. Dazu wurde auf dem bestehen Werk eine Halle abgerissen und eine neue errichtet. Seit Dezember 2016 werden die modernen Büro- und Montageflächen genutzt. Hier testet Grenzebach seine neusten Entwicklungen auf einer Fläche von rund sechs Tennisplätzen. Neben den Logistik-Lösungen arbeitet das Unternehmen auch am Rührreibschweißen (friction stir welding - FSW) im Innovation Center. Dieses soll ein wichtiger Geschäftsbereich bei Grenzebach werden.

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