Blick hinter die Kulissen

Landrat Martin Sailer zu Gast im Technologiezentrum Augsburg

Landrat Martin Sailer zu Gast bei der Günzburger Steigtechnik im TZA. Foto: Landratsamt Augsburg
Der Wirtschaftsraum Augsburg hat sich in den vergangenen Jahren stark weiterentwickelt. So bietet das Technologiezentrum Augsburg (TZA) im Augsburg Innovationspark Raum für intensiven Technologietransfer und Wissensaustausch zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. Landrat Martin Sailer warf kürzlich einen Blick hinter die Kulissen.

Industrieunternehmen, Mittelständler, Startups, Forschungseinrichtungen und Institute aus den Bereichen Mechatronik und Automation, Leichtbau und Faserverbund, Umwelt- und Informationstechnik sowie IT beschäftigen in der Region mehr als 20.000 Menschen. Einige Unternehmen dieser Branchen sind im Technologiezentrum Augsburg (TZA) angesiedelt – sie erhielten kürzlich Besuch von Landrat Martin Sailer.

„Das Netzwerk sowie die Büro- und Laborfläche haben uns am Technologiezentrum gereizt“

Station machte er unter anderem bei der Günzburger Steigtechnik GmbH. Insgesamt beschäftigt der Familienbetrieb um Ferdinand Munk 300 Mitarbeiter. Die Günzburger Steigtechnik mietete sich als eine der ersten Firmen im TZA ein. „Das Netzwerk sowie die Büro- und Laborfläche haben uns am Technologiezentrum gereizt und die Zusammenarbeit funktioniert sehr gut“, so Viktoria Munk, Mitglied der Geschäftsleitung. Außerdem biete das TZA die ideale Plattform für Tagungen und zur Kundenbindung.

Das Unternehmen ist den Bereichen Steigtechnik, Rollgeräte, Rettungstechnik und Sonderbau tätig. Innovation steht dabei immer im Vordergrund. So sollen zukünftig beispielsweise Leiter und Elemente aus Carbon entwickelt werden. Bisher hat die Firma bereits über 50 Patente und Schutzrechte angemeldet. „Besonders die Qualität und der Mehrwert bei unseren Produkten sind uns sehr wichtig“, betont Margit Munk-Werdich, Mitglied der Geschäftsleitung.

AuDiaTec empfängt Landrat Sailer im TZA

Einen weiteren Stopp legte der Landrat bei der Augsburger Diamond Technology GmbH (AuDiaTec) ein. Das junge Unternehmen stellt einkristalline Diamanten her. „Da die Ressourcen von natürlichen Diamanten endlich sind, ist die labortechnische Herstellung von Diamanten für den industriellen Einsatz durchaus notwendig“, erklärte Geschäftsführer Dr. Stefan Gsell. Die künstlichen Diamanten werden besonders im Bereich der Informationstechnologie sowie für Trenn- und Schneidwerkzeuge benötigt. Der Herstellungsprozess ist dabei mit einem sehr hohen Energieaufwand verbunden. Insgesamt dauert die Produktion eines einzelnen Diamanten etwa ein bis drei Wochen.

Kuhn Beschichtungen GmbH profitiert von der Infrastruktur des TZA

Auch bei der Kuhn Beschichtungen GmbH blickte Landrat Sailer hinter die Kulissen. Das Unternehmen hat sich im TZA angesiedelt, da die Räumlichkeiten sehr flexibel zu beziehen sind und es von der dortigen Infrastruktur profitieren kann. „Unsere Beschichtungen bestehen aus einem diamantähnlichen Kohlenstoff, der sogenannten ‚Black Diamond Technology‘. Sie verringern die Reibung und steigern die Laufzeit sowie die Ressourceneffizienz der Bauteile und Produkte“, erklärt Geschäftsführer Dr. Marcus Kuhn das Konzept. Die Kunden der GmbH kommen aus den Bereichen Maschinenbau, Design-Veredelung und Medizintechnik.

„Ein wichtiger Meilenstein für unsere Wirtschaftsregion“

Auch die Forschungsstelle für Zahnräder und Getriebebau (FZG) der Technischen Universität München (TU) ist im Technologiezentrum Augsburg ansässig. Hier werden innovative Werkstoffe zur Verbesserung der Leistung und des Wirkungsgrads von Zahnradgetrieben untersucht. Im TZA hat die FZG eine Klimakammer zur Untersuchung von Getrieben. Außerdem werden elektronische Antriebe entwickelt. „Ich freue mich, dass ich heute so viele Eindrücke gewinnen durfte. Das Technologiezentrum Augsburg ist mit seinem Konzept ein wichtiger Meilenstein für unsere Wirtschaftsregion“, betonte der Landrat am Ende seines Besuches.

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