Hohes Klimaschutzziel

Landkreis Augsburg will neues Radverkehrskonzept erarbeiten

Landrat Martin Sailer, Mareike Hartung und Margit Spöttle. Foto: Landkreis Augsburg
Der Landkreis Augsburg hat sich ein ambitioniertes Klimaschutzziel gesetzt: Besonders in der Pflicht sieht Landrat Martin Sailer hier den Verkehrssektor. Umso größer ist die Freude, dass mit der neuen Radverkehrs-Beauftragten auch ein neues Radverkehrs-Konzept erarbeitet werden soll.

Seit 1. Oktober übernimmt Mareike Hartung die Aufgaben der Radverkehrs-Beauftragten für den Landkreis Augsburg. Damit steht der Erstellung eines Radverkehrs-Konzeptes nun nichts mehr im Wege. Neben der Erarbeitung und Umsetzung dieses Konzeptes ist ihr Aufgabenfeld breit gefächert. Denn der Radverkehr soll im Landkreis weiter an Bedeutung wachsen. Dazu braucht es neben der Infrastruktur auch eine Bewusstseinsänderung bei den Bürgern – so die einhellige Meinung.

„Die Förderung des Radverkehrs ist uns somit ein notwendiges wie auch sinnvolles Anliegen“

„Der Landkreis Augsburg hat sich ein ambitioniertes Klimaschutzziel gesetzt. So sollen bis ins Jahr 2030 mehr als die Hälfte der CO2-Emissionen gegenüber 2009 eingespart werden. Gerade der Verkehrssektor ist hier in der Pflicht, seine Klimabilanz zu verbessern. Die Förderung des Radverkehrs ist uns somit ein notwendiges wie auch sinnvolles Anliegen“, unterstreicht Landrat Martin Sailer die Bedeutung des Radverkehrs für den Klimaschutz. Die neue Radverkehrs-Beauftragte verstärkt das Klimaschutzteam des Landratsamtes Augsburg, so dass dieses auf fünf Personen anwächst.

Radverkehrs-Beauftragte bringt neue Ideen mit

Eine besondere Bedeutung für den Landkreis kommt den seit einigen Jahren immer beliebter werdenden E-Bikes zu. Sie ermöglichen ein entspanntes Zurücklegen längerer Strecken und damit neue Potenziale, die genutzt werden sollten. Wichtig für die Radverkehrs-Beauftragte ist außerdem das schulische Mobilitäts-Management. Aus ihrer letzten Tätigkeit als Mobilitäts-Managerin bei der Stadt Landshut bringt sie dazu eine Vielzahl an Ideen mit. Als zunehmendes Problem sieht sie die steigende Anzahl an Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen. In Form von gezielten Informations-Angeboten an den Schulen sollen ein Bewusstsein für die Problematik geschaffen und Alternativen aufgezeigt werden.

Landkreis will Menschen zum Umdenken bewegen

„Meist sind Menschen Gewohnheitstiere und scheuen die Veränderung – mit dem Thema Mobilität verbinden viele den eigenen PKW vor der Haustür und der wird dann ohne viel Überlegen genutzt“, so die ausgebildete Wirtschaftsgeografin mit dem Schwerpunkt Verkehrsplanung. „Umbruchsituationen, wie ein Umzug oder Familienzuwachs sind entscheidende Wendepunkte bei denen der Landkreis ansetzt.“ Hartung selbst hatte in ihrer bisherigen Heimat Landshut kein Auto. Mit dem Umzug in den Landkreis Aichach-Friedberg musste der Arbeitsweg nun völlig neu organisiert werden. Genau bei solchen Situationen will der Landkreis ansetzen und Menschen zum Umdenken bewegen.

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