Profitabler Markt

KUKA verdoppelt seine Kapazitäten in China 2018

Dr. Till Reuter, KUKA CEO. Foto: Iris Zeilnhofer/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Das China Geschäft boomt: Die KUKA AG konnte seine Absätze in diesem Land erneut steigern. Dieser Trend soll weiter anhalten, weshalb sich das Unternehmen für einen wichtigen Schritt entschieden hat.

„Wir, die KUKA, bauen unsere Industrie 4.0 Aktivitäten weiter aus“, kündigte CEO Till Reuter am Freitagvormittag an. Bei einer Telefonkonferenz zum dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres stellte der Chef der KUKA AG daher auch erste Pläne für das kommende Jahr vor. Dazu zählt eine Erweiterung der Roboter-Produktion in China.

40 Prozent der Roboter sollen 2020 in China verkauft werden

Das Reich der Mitte gilt für KUKA als größter Absatzmarkt. „Die Nachfrage steigt weltweit an“, erklärte Til Reuter, doch „China steht dabei im Fokus“. Schon 2020 sollen dort etwa 40 Prozent aller Industrieroboter verkauft werden, wie der CEO prognostiziert. Nicht verwunderlich ist daher, dass KUKA nun plant, seine Kapazitäten zum Ende des ersten Quartals 2018 in Shanghai auszuweiten. Statt wie bisher rund 8.000 sollen künftig etwa 16.000 Roboter im Werk gefertigt werden. „Damit werden wir in einem vielversprechenden Markt noch aktiver präsent sein.“ Dies habe keinen negativen Einfluss auf den Heimatstandort Augsburg.

Neustart für KUKA Systems in Augsburg

An diesem wurde vor kurzem ein „Neustart“ eingeleitet, wie Till Reuter es bezeichnete. Dies betrifft den Bereich Systems. Nach Problemen mit mehreren Projekten hatte der Augsburger Roboterbauer Mitte September zwei Manager aus der Systems-Geschäftsführung entlassen. Einige Aufträge konnten nicht pünktlich abgeschlossen werden. Unter neuer Führung soll das zwischenzeitliche Tief überwunden werden. „Wir haben Maßnahmen getroffen, um die Systems hier in Augsburg wieder auf Kurs zu bringen“, betonte der CEO. Man wolle „Probleme aktiv angehen“.

Prognose für 2017 bestätigt

Die restlichen Geschäfte von KUKA laufen erwartungsgemäß. Der erwartete Umsatz von etwa 3,3 Milliarden Euro für 2017 konnte erneut bestätigt werden. Knapp 800 Millionen Euro stammen dabei aus dem dritten Quartal. Mit einer EBIT-Marge von 12,2 Prozent verzeichnete der Bereich Robotics sein bestes Quartalsergebnis bisher und stellt einen neuen Rekord auf. In dieser Sparte wurde zudem die Mehrheit der neuen Mitarbeiter eingestellt.

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