Mitarbeiterversammlung

KUKA stellt zwei Geschäftsführer in Augsburg frei

Der KUKA Standort in Augsburg. Foto: Iris Zeilnhofer/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Der Augsburger Roboterbauer will sich im Bereich Systems neu ausrichten. Nach Problemen mit mehreren Projekten entschied sich das Unternehmen nun, zwei Manager aus der Systems-Geschäftsführung freizustellen.

Bei einer Versammlung wurden heute die deutschen Mitarbeiter der KUKA Systems über Veränderungen im Management informiert. Nachdem es bei einigen Projekten „nicht ganz rund lief“, wie Kuka-Sprecherin Katrin Stuber-Koeppe erklärte, entschied sich KUKA dafür, die verantwortlichen Geschäftsführer Andre Hagen und Frank Klingemann freizustellen. Ihre Aufgaben wurden bereits neu verteilt.

Das ist die neue Spitze der KUKA Systems in Deutschland

COO (Chief Operation Officer) Dieter Hansch und CFO (Chief Financial Officer) Paul Ambros werden ab sofort für die Neuausrichtung im Bereich Systems in Deutschland zuständig sein. Sie arbeiten dabei mit CEO Larry Drake, dem globalen Konzern-Verantwortlichen von KUKA Systems aus Amerika, zusammen. Über diesen Schritt seien heute die Mitarbeiter informiert worden. Dies sei bei KUKA ein übliches Vorgehen, erläuterte Stuber-Koeppe.

Die Sparte KUKA Systems

Die KUKA Systems ist ein Systemanbieter von Engineering-Dienstleistungen und flexiblen automatisierten Fertigungslösungen. Das Leistungsspektrum umfasst Produkte und Serivces für nahezu alle Aufgabenstellungen bei der industriellen Verarbeitung von metallischen und nichtmetallischen Werkstoffen. Am Standort Augsburg wird an Automationslösungen für Kunden aus den Branchen Automotive, Luft- und Raumfahrt, Erneuerbare Energien und der General Industry gearbeitet.

KUKA hält an Konzern-Ziel fest

„Der KUKA geht es gut“, betonte die Sprecherin weiter. Beim Halbjahresbericht im August wurde die positive Entwicklung des Konzerns noch einmal herausgestellt. Der Auftragseingang erreichte im zweiten Quartal 2017 ein Volumen von gut einer Milliarde Euro. Dies ist der höchste Quartalswert in der Unternehmensgeschichte von KUKA. Der Roboterbauer erwartet im Gesamtjahr Umsatzerlöse von rund 3,3 Milliarden Euro und damit eine Steigerung um rund zwölf Prozent gegenüber 2016. Das bestätigte Katrin Stuber-Koeppe heute nochmals.

100 Millionen Euro für den Standort

Neben einer Neuausrichtung im Anlagengeschäft plant KUKA zudem große Investitionen am Standort Augsburg. Das gab das Unternehmen bereits Ende Juli bekannt. Rund 100 Millionen Euro werden in den Aufbau des KUKA Campus gesteckt. Entstehen sollen in den kommenden Jahren ein Ausbildungszentrum, ein Büroturm, ein Parkhaus und eine Produktionshalle.

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