50 Jahre Olympiastandort

Kommt die Kanu Weltmeisterschaft 2022 nach Augsburg?

Die Kanustrecke am Augsburger Eiskanal. Foto: Siegfried Kerpf/Stadt Augsburg
Der Augsburger Eiskanal ist die erste künstliche Wildwasserstrecke Deutschlands. Sie wurde für die Olympischen Spiele 1972 in München extra angelegt und dient seither für viele Cups als Veranstaltungs-Stätte. 2022 könnte sie erneut Austragungsort einer Weltmeisterschaft werden.

So lautet zumindest der Wunsch von Ordnungs- und Sportreferent Dirk Wurm. Sollte eine Kanu Weltmeisterschaft in und für Augsburg finanziell leistbar sein, sehe er einer Bewerbung positiv entgegen. Es wäre ein „wichtiges Signal regional wie international“ das der Olympiastandort für Kanu lebt. Am Eiskanal findet regelmäßig auch der Weltcup im Kanusport statt. 1996 und 2012 richtete Augsburg die Kanuslalom-Europameisterschaften aus, 1985 und 2003 die Weltmeisterschaften.

Augsburg und Bayern wollen sich für Eiskanal stark machen

Doch der Eiskanal muss modernisiert werden. 2022 feiert die Stadt das 50. Jubiläum der olympischen Wildwasser-Strecke. „Wir wollen auch in den nächsten 50 Jahren ein Olympiastandort für Kanu sein“, erklärte Dirk Wurm dazu. Dass dafür Investitionen nötig sind, sieht auch die politische Spitze in und aus Bayern so. Staatssekretär Johannes Hintersberger besuchte beispielsweise gemeinsam mit Augsburgs Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl und Staatsminister Joachim Herrmann die Kanu-Olympiastrecke vergangenen September. Gemeinsamer Tenor war, sich für die Zukunft des Standortes stark machen zu wollen.

Eine Weltmeisterschaft 2022 würde außerhalb der aktuellen Legislaturperiode des Sportreferenten liegen. Wurm wird in seiner jetzigen Position noch weitere drei Jahre bis 2020 bleiben. Die Frage, in welcher Eigenschafft er die Kanu-WM in Augsburg eröffnen werde, beantworte er mit „Als Mitglied der Augsburger Stadtregierung“.

Die Kanustrecke am Augsburger Eiskanal

Olympiasieger wie Hobbysportler trainieren regelmäßig am Eiskanal im Siebentischwald. Die Strecke dient außerdem seit 1972 immer wieder als Vorbild und Ideenlieferant für Kanustrecken in aller Welt. Sechs Wettkampfstrecken mit unterschiedlichen Schwierigkeits-Graden stehen den Sportlern zur Auswahl. Die Bahnen gabeln sich dabei in zwei Arme: Zum einen den Slalomkanal, der weiter Richtung Innenstadt fließt. Zum anderen in den Wildwasserkanal, der in den Lech mündet. An die Strecke angebunden ist auch das Kanuleistungszentrum.

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